Eggenburgs Ableidinger: „Rang 6 wäre super Ergebnis“. UHC Eggenburg-Manager Thomas Ableidinger über den Saisonstart, Corona-Prävention und seinen Optimismus.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 09. September 2020 (02:49)
In der Vorbereitung lief es für Eggenburg gut, gab‘s auch einen Turniersieg in der Slowakei. In der Meisterschaft soll der Abstiegskampf diesmal vermieden werden.  Foto: Karl Stöger
Karl Stöger

NÖN: Am Samstag bestreiten die Eggenburger Frauen das erste Meisterschaftsspiel seit 7. März. Ich nehme an, die Vorfreude ist groß?

Thomas Ableidinger: Die Freude darüber ist sogar wahnsinnig groß. Wochenlang haben wir uns vorbereitet, sind aber auch wochenlang etwas in der Luft gehängt, weil wir nicht wussten, ob und wann wir starten können. Jetzt wissen wir, dass es losgehen kann und fiebern dem Beginn schon sehr entgegen.

Mit Hypo NÖ kommt aber gleich ein Kaliber nach Eggenburg …

Unser Traumlos für den Auftakt ist das natürlich nicht. Aber danach geht‘s gegen Ferlach und Dornbirn und ich denke, das sind Gegner, die durchaus auf Augenhöhe mit uns sind. Hypo wird natürlich ein Gradmesser und uns aufzeigen, wo wir stehen, danach wollen wir aber gleich beginnen zu punkten.

„Wir haben seit Ewigkeiten keine verletzte Spielerin im Kader. Wir werden einen guten Herbst spielen.“

Sie sind also optimistisch, dass sich der Horror-Start aus der Vorsaison, wo es zwölf Niederlagen in Serie hagelte, diesmal nicht wiederholt?

Ich bin überzeugt davon, dass wir diesmal weitaus besser starten werden. Die Vorbereitung war wirklich gut – und was noch hinzukommt: Wir haben seit Ewigkeiten keine verletzte Spielerin im Kader. Wir werden einen guten Herbst spielen.

Welche Platzierung peilen Sie denn am Saisonende an?

Ich hoffe auf einen guten Mittelfeld-Platz. Rang sechs wäre ein super Ergebnis.

Also findet Ihrer Ansicht nach der Abstiegskampf diesmal ohne Eggenburg statt?

Auf jeden Fall!

Wie schätzen Sie denn die Konkurrenz ein?

Hypo und Atzgersdorf stehen sicher wieder eine Stufe über allen anderen und werden vorne nicht zu stoppen sein. Dann kommen aber alle anderen Mannschaften, wo viel auf die Tagesverfassung, die Verletztenliste etc. ankommen wird. Bei diesen Mannschaften sehe ich auch Eggenburg mit dabei.

Was auffällig ist: Obwohl Eggenburg immer im WHA-Abstiegskampf dabei war, stand Trainer Tibor Csoka nie zur Diskussion. Erklären Sie uns sein Standing?

ThomasAbleidinger,Manager desUHC Eggenburg.
privat

Tibor ist ein echter Fachmann, der auch von den Spielerinnen sehr geschätzt wird. Er ist eine Größe im Handballgeschäft. Wir haben damals bewusst den Weg mit den jungen Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs eingeschlagen. Ich hab‘ zu Tibor gesagt, dass wir Geduld haben, wir nie ein bestimmtes Ergebnis von ihm fordern werden. Wir gehen jetzt mit Tibor in die fünfte Saison und ich bin überzeugt davon, dass es sich in der kommenden Meisterschaft erstmals zeigen wird, dass wir damals auf den richtigen Weg gesetzt haben.

Mit der Verpflichtung der aktuellen slowakischen Teamtorfrau Adriana Medvedova haben Sie für einen Transfercoup gesorgt. Wie sind denn Ihre bisherigen Eindrücke von ihr?

Sportlich ist sie sehr stark, wird am Spielfeld sehr aktiv und ist ein sicherer Rückhalt für die Defensive. Auch menschlich ist sie sehr in Ordnung und hat sich gut in Eggenburg eingelebt. Die Mannschaft ist überhaupt eine Riesengruppe, wo der Spaß immer mit dabei ist.

Sie haben auch noch die Verpflichtung einer Aufbauspielerin angekündigt. Wie sieht‘s aktuell aus?

Unsere Wunschspielerin haben wir leider nicht bekommen – die hat es nach Deutschland gezogen. Ich bin auf jeden Fall noch auf der Suche und möchte den Transfer gerne bis spätestens November durch haben.

Beim Heimspiel-Start gegen Hypo: Wie sehr wird die aktuelle Coronakrise in der Halle sichtbar sein?

Wir haben uns bei den Vorbereitungen viel Mühe gegeben. Die Sitzplätze werden natürlich nicht alle vergeben, dafür stellen wir eine Zusatztribüne auf. Stehplätze wird’s keine geben. Die Fans können sich bereits vorab auf unserer Website registrieren, um am Spieltag schneller in der Halle zu sein – für alle anderen haben wir aber eine zweite Kassa geöffnet. Auf die Maskenverordnung bei den Fans legen wir wert. Die Spielerinnen beider Mannschaften finden jeweils einen separaten Eingang vor, sodass die Teams erst am Spielfeld zum ersten Mal aufeinandertreffen.