Trofaiach - Eggenburg: Entscheidung in letzter Minute. Eine Minute vor dem Ende stand‘s beim Spiel Trofaiach gegen Eggenburg 32:32. Es folgte ein bitteres Ende.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 24. Februar 2021 (00:11)
Bitteres Finish. Eggenburg-Torfrau Adriana Medvedova & Co. bekamen in den Schlusssekunden die entscheidenden Gegentreffer.
Karl Stöger

Duell auf Augenhöhe. Zwei Saisonduelle – eines in der Meisterschaft, eines im ÖHB-Cup – hatten die Eggenburgerinnen bereits für sich entschieden, doch diesmal setzten sich die Steirerinnen durch. Das am Ende sogar relativ deutlich mit 35:32. Doch in Wirklichkeit war‘s ein echter Krimi, der sich bei diesem Duell zutrug.

Bis 1:14 Minute vor der Schlusssirene stand‘s 32:32, ehe Trofaiach der erneute Führungstreffer gelang. Eggenburg wollte schnell antworten, der Ball ging verloren, Trofaiach konterte und sorgte mit dem 34:32 für eine kleine Vorentscheidung. Eggenburg setzte jetzt alles auf eine Karte, fing sich aber noch den Treffer zum Endstand ein. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Deckung und der Angriff haben gepasst. Nur das Ende nicht“, haderte Trainer Tibor Csoka mit dem Spielverlauf.

Gegenüber der klaren Niederlage in der Vorrunde gegen Wiener Neustadt zeigte er sich schon klar zufriedener. „Das war mit diesem Spiel nicht zu vergleichen. Beide Teams haben Tempo-Handball gezeigt.“

Eggenburg legte im ersten Abschnitt immer wieder vor, die Seiten wurden beim Stand von 15:15 zu gewechselt. Auch in der zweiten Halbzeit verlief das Match auf Augenhöhe, wobei hier meist die Steirerinnen vorne lagen.

Heißer Abstiegskampf. Durch die Eggenburger Niederlage und die anderen Ergebnisse schoben sich die Teams im Tabellenkeller eng zusammen. Den Achten Dornbirn und den Letzten Perchtoldsdorf trennen nur zwei Punkte. Am Samstag empfängt der Neuntplatzierte Eggenburg (9 Punkte) die nach einem Trainerwechsel im Aufwind befindlichen Grazerinnen, die zuletzt drei Siege in Folge feierten und das Tabellenende verließen. Auswärts konnten sich die Eggenburgerinnen knapp mit 22:21 durchsetzen. „Graz hat eine starke Mannschaft und ist kein Abstiegskandidat“, erwartet Tibor Csoka ein knappes Spiel. „Diesmal aber hoffentlich mit dem besseren Ende für uns.“