Zweiter Titel für Hengl-Weinmayer. Der ASV Klosterneuburg kürte gleich in drei Bewerben die neuen Klubmeister und freute sich über 29 Teilnehmer.

Von Markus Nurschinger. Erstellt am 24. Januar 2018 (01:40)
Richard Tekula, Klubmeister Georg Hengl-Weinmayer und der Drittplatzierte Thomas Geirhofer. Für Hengl-Weinmayer war es bereits der zweite Titel.
NOEN, Michael Filippovits, Kai Siefert

Seit über 13 Jahren waren nicht mehr so viele Teilnehmer bei der internen Klubmeisterschaft des ersten und einzigen Tischtennisvereins in Klosterneuburg: 29 Spieler machten das jährliche Turnier des ASV-Klosterneuburg zu einem Tischtennisfest.

Dabei fehlten mit Christian Nowak und der bilanzmäßigen Nummer eins des ASVK, Stefan Schmied, gleich zwei absolute Titelaspiranten bei der Veranstaltung.

Hengl-Weinmayer mit zweitem Titel

Der mittlerweile bewährte Austragungsmodus brachte durch die Auslosung Gruppen mit jeweils drei beziehungsweise vier Spielern: Gesetzt waren die ersten Top-16 Spieler der Vereinsrangliste. Die besten zwei Spieler der Gruppe stiegen auf, die anderen spielten im B-Bewerb weiter. Während der Gruppenphase gab es keine Überraschungen. So konnten sich sämtliche Favoriten durchsetzen.

Überraschend und spektakulär zugleich verlief im Anschluss dafür der K.O. Bewerb. Das Viertelfinale zwischen Sabine Seidl und Thomas Geirhofer war schon praktisch in die Richtung der mehrfachen Landesmeisterin entschieden. Führte Seidl doch bereits 11:5 11:3 und 7:2 als Geirhofer noch einmal aufdrehte und das Match denkbar knapp mit 15:13 im 5. Satz für sich entschied.

Überraschung im K.O. Bewerb

Eine enge Kiste war auch der Viertelfinal-Schlager zwischen dem ASVK Obmann Fabrizian Pokorny und Philipp Heck. Pokorny vergab dabei ebenfalls fast eine 2:0 Satzführung, konnte sich dann aber noch in der Entscheidungssatz retten und dank eines Aufschlagfehlers von Heck seinen ersten Matchball nutzen und damit den Einzug ins Halbfinale fixieren.

Dort war dann für Pokorny gegen den Titelverteidiger und Stammspieler der zweiten Mannschaft, Richard Tekula, Endstation. Tekula fixierte ebenso locker wie Hengl-Weinmayer den Finaleinzug. Der Klubmeister von 2010 war bis zum Finale sogar ohne Satzverlust. Im einseitig beginnenden Finale konnte sich Hengl-Weinmayer relativ rasch absetzen und die ersten beiden Sätze holen.

Just in dem Moment als die zahlreichen Zuseher bereits den Titelverteidiger Tekula abgeschrieben hatten, bäumte sich dieser nochmals auf und holte sich Satz drei knapp mit 11:9. Am Ende blieb der Kraftakt gegen einen zu offensiv zu sicher spielenden Hengl-Weinmayer aber unbelohnt. Endstand: 11:9, 11:8, 9:11, 11:9 für Hengl-Weinmayer. Der Kapitän der ersten ASVK Mannschaft zeigte, was nach wie vor in ihm steckt und konnte den zweiten Klubmeistertitel nach 2010 erringen. Für Tekula war der Finaleinzug aber ebenfalls ein großer Erfolg nach einer Knieverletzung gegen Ende des Vorjahres.

Im Spiel um Platz drei behielt Thomas Geirhofer ganz klar die Oberhand und konnte Fabrizian Pokorny deutlich in drei Sätzen abfertigen

Brüderduell im Jugendbewerb

Im B-Bewerb sorgte vor allem ein unerwartetes Comeback für großes Aufsehen: Niki Biely verpasste knapp den Aufstieg in das obere Play-Off, zeigte dafür aber warum er schon vor sage und schreibe 18 Jahren am Stockerl bei den ASVK Klubmeisterschaften stand.

Mit Siegen über die Jugendlichen Michaek Katzmayer und Enio Operschall erspielte sich Biely das Semifinal Ticket gegen den älteren Bruder Joshua Operschall. In diesem sehenswerten Match konnte allerdings der erst 16-Jährige Operschall reüssieren und in drei Sätzen den Finaleinzug fixieren. Im Finale setzte sich Operschall in einem Krimi nach 2:0 Führung erst im fünften Satz gegen Herbert Katholnig im fünften Satz durch.

Die Jugendklubmeisterschaft des ASVK fand heuer einen Tag nach der allgemeinen Klasse, aber im gleichen Modus statt.

Im Finale traf Joshua Operschall auf seinen Bruder Enio. Hatte im Vorjahr noch Joshua die Oberhand behalten, war es diesmal Enio Operschall, der sich den Titel sichern konnte.

„Das große Dankeschön geht an die Helfer, welche die großen und tollen Veranstaltungen erst möglich gemacht haben. Es war ein Tischtennisfest und wir haben zahrleiche sehr spannende Spiele erlebt“, freut sich ASVK-Obmann Fabrizian Pokorny über die gelungene Veranstaltung.