Duchess Klosterneuburg: Cup-Titelverteidigung gelungen. Der Pokal bleibt in Klosterneuburg. Die BK Duchess zeigen in einem spannenden Schlussviertel die besseren Nerven und setzen sich hauchdünn durch.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 17. Februar 2021 (01:45)
Das „Triple“ ist geglückt. Zum dritten Mal in Serie gehen die BK Raiffeisen Duchess als Siegerinnen aus dem Pokalfinale hervor. Erneut war das Duell mit Graz an Spannung kaum zu überbieten.
Filippovits

UBI GRAZ - BK RAIFFEISEN DUCHESS 55:57. Ein spannendes Spiel war ohne Frage vorprogrammiert. In den letzten beiden Jahren konnten die Klosterneuburgerinnen sich durchsetzen, so letztes Jahr sogar den einzigen Titel einheimsen und die bisherigen Begegnungen der beiden Teams gingen in der Overtime an die jeweiligen Gastgeberinnen. Auch im 3x3 Cup standen sich Graz und Klosterneuburger im Finale gegenüber und die Duchess waren erfolgreich.

Im ersten Viertel starten beide Teams nervös. Die Grazerinnen finden allerdings früher in ihr Spiel und setzen sich nach den ersten Minuten leicht ab.

Gegen Viertelende kommt zumindest die Defensive der Duchess in Fahrt, wodurch die Titelverteidigerinnen den Schaden in Grenzen halten können. Zwischenstand: 15:5 aus Sicht der Grazerinnen.

Ein umgekehrtes Bild dann im zweiten Viertel: Die Duchess kontrollieren das Geschehen in allen Bereichen und holen Punkt um Punkt auf. Kurz vor der Halbzeitpause stellen die Klosterneuburgerinnen den Pausenstand von 23:23 her.

Im dritten Viertel entwickelt sich das Spiel zu einem Schlagabtausch auf Augenhöhe. Nina Krisper und Camilla Neumann machten auf Seiten von Graz ein ausgezeichnetes Spiel. Besonders Krisper, die insgesamt 23 Zähler beisteuert, macht den Duchess große Probleme, während Neumann, durch immer wieder wechselnde Gegenspielerinnen, zumindest halbwegs in Schach gehalten wird.

Zweite Halbzeit: Spannung pur

Bei den Duchess spielt Michaela Wildbacher eine sagenhafte Partie, für die sie nach dem Spiel mit dem MVP-Award ausgezeichnet wird. Die Grazerinnen gehen mit lediglich zwei Punkten Vorsprung in den Schlussabschnitt, der zur Nervenschlacht wird.

Nach einer kurzen Führung für die Duchess, zieht Graz fünf Punkte davon, während die Klosterneuburgerinnen von Turnovern geplagt werden. Die Titelverteidigerinnen kämpfen sich wieder auf 49:49 heran, nur um Graz erneut fünf Punkte davonziehen zu lassen. Diesmal gleichen die Duchess 1:19 vor Schluss zum 55:55 aus. Eine Overtime liegt in der Luft, doch Lisa Zderadicka hat andere Pläne. Sie nimmt Camilla Neumann im Eins gegen Eins den Ball ab, zieht alleine durch fünf Grazerinnen hindurch zum Korb und stellt auf 55:57.

Die Defensive der Duchess legt sich ein letztes Mal ins Zeug und bringt den Vorsprung über die Zeit. Die Duchess dürfen zum dritten Mal in Serie über den Cuptitel jubeln. Zum ersten Mal unter Coach Franz Zderadicka, der sein Team gut eingestellt hat: „Heute war sicher der Kampf zu 100% ausschlaggebend. Beide Teams haben vorne wie hinten viele Fehler gemacht. Der Unterschied war schlussendlich ein Defensiv-Rebound, bei denen wir Graz eigentlich immer unterlegen sind.“