Dukes-Kapitän Romed Vieider im Interview. Dukes-Kapitän Romed Vieider beendet seine aktive Bundesligakarriere. Die NÖN bat ihn zu einem Interview über die Beweggründe und die weitere Zukunft im Verein.

Von Markus Nurschinger. Erstellt am 08. Juni 2017 (02:47)
NOEN, Filippovits
Zwei Jahre spielte Romed Vieider im Dress der Klosterneuburger Dukes. Ein Knorpelschaden im Knie zwingt ihn nunseine aktive Bundesligakarriere zu beenden. Er bleibt dem Verein aber im Management erhalten.

NÖN: Wie kam es nun zu diesem plötzlichen Karriereende?

Romed Vieider: Ich habe natürlich schon länger gewusst, dass es nicht gut steht um mein Knie. Letztes Jahr hatte ich schon eine Untersuchung, dabei wurde zunächst ein Knorpelschaden dritten Grades diagnostiziert. Dann war der Nationalteamsommer und in die vergangene Saison hinein habe ich schon gemerkt, dass es ohne Schmerzmittel nicht mehr geht.

Ihr letztes Spiel haben Sie dann im Jänner gegen Wien absolviert. Was passierte danach?

Vieider: Bei diesem Spiel in Wien habe ich wirklich viel Schmerzmittel nehmen müssen, damit ich überhaupt spielen konnte. Wir haben uns danach entschieden eine Pause zu machen und in dieser eine weitere Untersuchung. Wir haben natürlich gewusst, es wird sicher keine bessere Situation werden mit meinem Knie. Dabei ist rausgekommen, dass sich der Knorpelschaden verschlechtert hat, es ist quasi kein Knorpel mehr da. Dann war relativ rasch klar, dass die vergangene Saison nichts mehr gehen wird.

Wie ging es dann weiter?

Vieider: Wir haben gesagt, wir warten einmal und schauen wie sich die Sache entwickelt, ob es sich verbessert, verschlechtert, wir wussten es nicht. Nach relativ überschaubarer Zeit, nach ein paar Wochen habe ich dann gemerkt, das wir nichts mehr.

Sie beenden also ihre Karriere?

Vieider: Ja, ich werde meine aktive Bundesligakarriere nun beenden. Ich muss aber dazu sagen, dies ist für mich der einzig logische Schritt. Ich habe auch eine berufliche Zukunft vor mir, habe selber schon zu tun mit Knorpelschäden und kenne mich in der Materie ein bisschen aus. Da musste ich für mich einfach den Strich ziehen.

Wie schwer ist Ihnen die Entscheidung gefallen?

Vieider: Es war keine leichte Entscheidung. Es war speziell die ersten zwei Monate extrem hart, weil der Basketball mein Leben sehr bestimmt hat. Es ist nicht leicht etwas von einem Tag auf den anderen zurück zu legen, wenn man das im Prinzip das ganze Leben gemacht hat, bin am Ende aber froh, das ich es gemacht habe. Ich habe dabei auch sehr viele Unterstützer. Vor allem auch Roman Leydolf und Werner Sallomon, die mich sofort an der Hand genommen haben und gesagt haben: „Das machen wir schon irgendwie.“ Natürlich auch meine Freundin und meine Eltern.

Was bedeutet das nun für ihre Zukunft?

Vieider: Wie schon angesprochen sind Werner und Roman gleich auf mich zugekommen und wollten mich unbedingt im Verein behalten. Das hat mir sehr viel bedeutet, weil ich ja erst das zweite Jahr da bin und schon unglaublich akzeptiert bin. Ich werde versuchen im Management dem Verein zu helfen. Diesmal halt von einer anderen Seite. Wir haben das die letzten paar Wochen schon probiert, das läuft ganz gut. Das werden wir so weiterführen.