Dukes Klosterneuburg: Corona wirft Spielplan um. Nach mehreren positiven PCR-Tests bei den BK IMMOunited Dukes adaptiert die Liga den Spielplan für die kommenden Wochen. Den Betroffenen bleibt nur eine kurze Pause.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 13. Januar 2021 (01:52)
Zwischen den Dukes und den Kapfenberg Bulls ging es im letzten Spiel heiß zur Sache. In ihrem nächsten Spiel müssen die Klosterneuburger jetzt erneut gegen Kapfenberg ran.
Filippovits

Eigentlich wollten die Dukes am vergangenen Mittwoch im Spiel gegen die Timberwolves den Einzug unter die Top-6 fixieren und somit als erstes Team das Ticket für die nächste Runde lösen. Aufgrund von positiven Coronatests musste die Partie allerdings kurzfristig abgesagt werden. Im weiteren Verlauf musste sogar der gesamte Spielplan des restlichen Grunddurchgangs angepasst werden.

Eigentlich war das Team von Damir Zeleznik bereit, sich mit einem Sieg gegen die Timberwolves für die knappe Niederlage gegen Kapfenberg zu rehabilitieren und den Einzug in die Top-6 zu fixieren, doch zwei auffällige Schnelltests am Abend vor dem Spiel, ließen die Alarmglocken läuten.

In weiterer Folge wurden die Akteure einem PCR-Test unterzogen, der jeweils positiv ausfiel. Daher hat man sich dazu entschieden, vor der Partie noch einmal alle Teilnehmer einem Schnelltest zu unterziehen. In diesem Rahmen wurden zwei weitere positive Tests festgestellt, was die kurzfristige Absage der Partie zur Folge hatte.

Insgesamt gibt es nun fünf Akteure bei den Klosterneuburgern, die positiv getestet wurden und sich in Quarantäne befinden.

Die Liga reagierte rasch und in Absprache mit den übrigen Klubs wurde der verbleibende Spielplan adaptiert. Die letzte Runde des Grunddurchgangs wurde vom 16. Jänner auf den 3. Februar verlegt und die gesamte 17. Runde wurde kurzfristig verschoben.

Rasche Einigungaller Teams

Darauf einigten sich alle Vereine in einer Sitzung am Donnerstagabend. Auch das Finale des Basketball Austria Cups wurde neu angesetzt: Die Oberwart Gunners und die Gmunden Swans spielen jetzt am 6. März um den ersten Titel der Saison.

„Nachdem wir seit Monaten sehr gut durch die Saison gekommen sind, hat das Virus jetzt zu einem ungünstigen Zeitpunkt leider wieder zugeschlagen“, erklärt BSL-Geschäftsführer Johannes Wiesmann, der den Betroffenen zuallererst einen milden Verlauf und schnelle Genesung wünscht.

Liga-Geschäftsführer: „Müssen flexibel sein!“

„Wir wussten bereits zu Saisonbeginn, dass wir im Laufe dieser Meisterschaft flexibel sein müssen.“ Der Liga sei klar, dass sich die Ausgangslagen und Spielrhythmen einiger Klubs nun massiv ändern würden, so Wiesmann. „Gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen haben wir nun aber die sportlich fairste Lösung erarbeitet. Dafür wollen wir uns bei allen für die Mithilfe und das Verständnis herzlich bedanken.“

Nachdem durch die Verschiebungen teils lange Spielpausen entstehen, haben die Vereine die Möglichkeit, unter Einhaltung des aktuell gültigen Präventionskonzepts, Testspiele zu bestreiten.

„Man merkt, dass alle Teams in der Liga im selben Boot sitzen und hier an einem Strang gezogen wird. Es war sehr gut, dass so schnell eine neue Lösung gefunden wurde“, ist Dukes-Coach Zeleznik mit der raschen Lösung zufrieden: „Auch wenn uns nur wenig Zeit bleibt, um die betroffenen Akteurre bis zum nächsten Spiel wieder fit zu bekommen. Die Gesundheit geht hier allerdings absolut vor, da werden wir kein Risiko eingehen.“

Zum Zustand der Betroffenen konnte der Coach noch relativ wenig sagen: „Fast alle hatten bisher die üblichen Symptome. Die schwere des Verlaufs werden wir erst mit der Zeit wissen.“