Werner Sallomon: „Ich kann nur zufrieden sein“. BK-Obmann Werner Sallomon sprach mit der NÖN über eine der schwierigsten Spielzeiten in seiner langen Karriere im Österreichischen Basketball.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 28. April 2021 (01:31)
Werner Sallomon gab sein Traineramt vor dieser Saison interimistisch an seinen ehemaligen Assistenten Damir Zeleznik ab.
Filippovits, Filippovits

NÖN: Im Basketball waren die Herausforderungen durch Corona besonders groß. Wie haben Sie als Obmann von Basketball Klosterneuburg diese Spielzeit erlebt?
Werner Sallomon:
Es war eines der herausforderndsten Jahre. Als Hallensportart mit Körperkontakt war uns bewusst, dass es schwierig werden würde. Uns war aber auch klar, dass wir alle Maßnahmen und Vorschriften zu hundert Prozent mittragen werden.

Wie hat Basketball Klosterneuburg diese Aufgaben Ihrer Meinung nach gelöst?
Wir haben nicht gejammert und es geschafft alles Maßnahmen mitzutragen. Damit kann ich nur zufrieden sein.

„Das war natürlich ein absolut großartiges Jahr der Duchess. Da kann ich nur erneut gratulieren.“ Werner Sallomon über die zahlreichen Erfolge der BK-Duchess in dieser Saison.

Bei den Dukes gab es in dieser Saison einige Höhenflüge aber auch Abstürze. Wie bewerten Sie die Saison im Überblick?
So eine Saison habe ich noch nicht erlebt. Zu Beginn waren wir ausgezeichnet unterwegs und dann hat es uns gleich mehrfach erwischt. Heuer war es ja auch noch doppelt schwierig die Ausfälle zu kompensieren. Nachwuchsspieler konnten durch die Präventionskonzepte nicht nachnominiert werden, da man in dieser Saison nur mit einem Team spielen durfte und die Spieler für einen Umstieg eine lange Pause einlegen hätten müssen. Ich bin mehr als zufrieden. Das Team hat die Herausforderungen gut gemeistert und nie aufgegeben. Besonder zum Schluss waren die Jungs besonders brav und haben absolut alles gegeben.

Bei den Damen kann man vermutlich ebenfalls nur zufrieden sein?
Da gibt es keine Diskussion. Das war natürlich ein absolut großartiges Jahr der Duchess. Da kann ich nur erneut gratulieren. Die drei wichtigsten Titel sind alle von unseren Damen geholt worden und das obwohl es mit UBI Graz sehr große Konkurrenz gab. Einziger Wermutstropfen ist, dass sich diese Spiele ein Publikum verdient hätten.

Bei den BK Duchess gab es in dieser Saison mehrfachen Grund zum Jubel. Acuh der Obmann zeigt sich von den BK-Damen begeistert.
NOEN

Was können Sie uns zu diesem Zeitpunkt über die Pläne für die nächste Saison verraten?
Bei den Damen wollen wir den Level so hoch halten, wie er jetzt ist und uns sogar weiter steigern. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir auch nächste Saison wieder ähnlich gut aufgestellt sind. Bei den Herren wollen auch ganz in die Spitze vorrücken. Da sind wir ja auch schon auf einem guten Weg, wie besonders die erste Hälfte der Superliga-Saison gezeigt hat. Dabei ist es für uns aber sehr wichtig, dass wir unsere Linie nicht vergessen. Wir wollen einen Platz für unsere jungen Talente bieten und diesen die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Dass das funktioniert und Früchte tragen kann, hat dann die zweite Hälfte der Saison bewiesen, als diese Spieler noch mehr Verantwortung übernehmen mussten.Diese jungen Spieler haben ihren Job in den letzten Wochen der Saison ausgezeichnet gemacht.

Wer hat sie am meisten beeindruckt?
Ich habe mich über die Leistungen aller Spieler gefreut. Am meisten gefallen hat mir, dass eigentlich alle das Selbstvertrauen hatten um mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich denke das zeigt, dass wir hier auch in der Aufbauarbeit einiges richtig gemacht haben. Leistungstechnisch war Valentin Bauer natürlich hervorragend und seine Entwicklung in dieser Spielzeit enorm. Das geht aber auch nicht ohne das Kollektiv und ohne die Legionäre, die es ebenfalls braucht.

Gibt es bereits eine Vorstellung davon, wie der Kader für die nächste Saison aussehen soll?
Es wird natürlich an manchen Stellen Veränderungen geben, das ist nie zu vermeiden. Wir wollen den Kader aber so gut wie möglich halten und da sieht es bisher auch gut aus. Wir stehen in diesen Gesprächen allerdings erst am Anfang und da wird sich vieles erst in den nächsten Wochen entscheiden. Edin Bavcic und Pedrag Miletic werden wir vermutlich halten können. Auch Alex Laurent wollen wir nächstes Jahr wieder im Kader haben. Amineye Lakoju wird uns in Richtung Großbritanien verlassen. Zusätzlich wollen wir natürlich auch mit Talenten aus dem Nachwuchs nachbesetzen.

Max Hopfgartner hat seine Karriere beendet. Jetzt sind die Dukes auf der Suche nach einem Ersatz für ihn.
NOEN

Damir Zeleznik hat es in dieser Saison zeitweise nicht leicht gehabt. Wie bewerten sie seine Leistung?
Damir hat seine Aufgabe wirklich sehr gut gemacht. Er war lange genug im Coaching dabei und er kennt die Mannschaft ausgezeichnet. Er hat wirklich gut gearbeitet, obwohl es durchaus große Herausforderungen gab. Die zahlreichen Ausfälle und Abgänge während einer Saison wären alleine schon schwierig genug gewesen, aber auch die Nachbesetzung aus den eigenen Reihen war, wie bereits erwähnt, nicht möglich. Wir sind froh ihn als Trainer zu haben.

Werden Sie nächstes Jahr als Trainer zurückkehren?
Dazu kann ich noch nichts sagen. Jetzt müssen wir einmal das Ende der Saison abwarten und noch einige Dinge abklären.