Peter Lachnit und die Klosterneuburger Hall-of-Fame. Klosterneuburgs Unikat hat auch in einem neuen Buch über die österreichische Basketballgeschichte einen besonderen Platz gefunden.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 14. August 2019 (01:24)
C. Nurschinger
Basketball-Autoren unter sich. Peter Lachnit (links) und Manfred Schnrurrer trafen sich in der Klosterneuburger Hall-of-Fame.

Kaum jemand kennt Klosterneuburgs Basketballgeschichte besser als Peter Lachnit, der dem Sport bereits seit seinem 10. Lebensjahr verbunden ist und seit den Achzigern ein Archiv über die Historie des Ballsports in Klosterneuburg führt. Auch seine Hall-of-Fame in der Hofkirchnergasse ist in der Stadt bekannt. Über die Grenzen der Stadt hinweg, wissen aber wohl eher wenige Fans über die Klosterneuburger Besonderheit bescheid.

Genau diese Geschichten zu sammeln und niederzuschreiben haben sich Manfred Schnurrer und Hanns Vanura in ihrem Buch „Österreichs Basketball Geschichte(n)“ vorgenommen. „Wir wollten genau solche Leute und Geschichten, wie Peter Lachnit und die Klosterneubruger Hall-of-Fame beleuchten,“ verrät Manfred Schnurrer.

Ursprünglich begann Schnurrer an einem Erzählbuch über die Geschichten der ehemaligen Nationalteamspieler zu schreiben, bereits 2014 begann er mit diesem umfangreichen Projekt.

„Das Problem war, wirklich alle ehemaligen Spieler zu finden und zu erreichen aber mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, wir haben wirklich fast alle im Buch,“ verrät der Autor.

Erst später stieß Hanns Vanura, seines Zeichens ehemaliger ÖBV-Präsident dazu, da die Autoren im Gespräch erfuhren, dass sie ähnliche Ziele hatten, da Vanura ein Jubiläumsbuch schreiben wollte.

Mit vereinten Kräften entstand letzten Endes ein Buch, das mit 464 Seiten von sich behaupten kann, die größte Österreichische Basketballpublikation überhaupt zu sein. Neben den erwähnten Geschichten der Nationalteamspieler von 1948 bis 2019 findet sich in dem Buch ebenfalls eine historische Bearbeitung der gesammten ÖBV-Geschichte, Geschichten über Legionäre die geblieben sind, sowie ein Kapitel über ganz besondere Basketballfreaks und Unikate.

„Statistikfreaks werden vielleicht enttäuscht sein. Uns ging es darum die Geschichten und die Menschen dahinter zu beleuchten und nicht die Zahlen,“ verrät Schnurrer.

Für Lachnit ist die Erwähnung im Buch natürlich eine Ehre: „Als Basketballfreak finde ich es toll, dass es sowas jetzt endlich gibt und als Betreiber der Hall of Fame ist es natürlich ein besonders schönes Kompliment vorzukommen.“

Als bestes Beispiel für die vielen unterhaltsamen Begebenheiten, die man in „Österreichs Basketball Geschichte(n)“ finden kann, dient für Schnurrer eine, die sich zwischen ihm und Lachnit zugetragen hat. Bei der Recherche für sein Buch, wollte er sich das von Lachnit geschriebene Buch „Vom Ballschlag zum Slamdunk“ von selbigem ausleihen. Lachnit, der sonst einige legendäre Schätz, wie die ersten Klosterneuburger Dressen, in seiner Hall-of-Fame findet, konnte ihm nicht weiterhelfen, das Buch war vergriffen.