Keine Spielerlaubnis. 21 Tage lang warteten die Dukes auf die Arbeitserlaubnis von Jeftic und Nelson - schließlich kam sie am Montag nach dem Spiel.

Von Daniel Wertheim. Erstellt am 30. September 2014 (16:34)
Überrascht: Mit Aldin Avdic (l.) hatte der Kapfenberger Ian Moschink (r.) nicht gerechnet. Avdic war einer der Dukes-Youngsters (er spielt normal in der Landesliga), die aufgrund der vielen Ausfälle im Finish der ersten Runde Bundesliga-Luft schnuppern durften.
NOEN, Pictorial / Sabine Krakora

Bis zuletzt hatten die Dukes-Verantwortlichen gehofft, doch Freitag Mittag die Gewissheit: Die neuen Legionäre Re‘mon Nelson und Dejan Jeftic waren gegen Kapfenberg noch nicht spielberechtigt. „Wir haben für die beiden bereits am 8. September die Unterlagen für die Rot-Weiß-Rot-Card eingereicht und wollten sie als Schlüsselarbeitskräfte anmelden.

Leider durchläuft das Prozedere viele bürokratische Stellen, und irgendwo gab es eine Verzögerung. Schlussendlich waren die Rot-Weiß-Rot-Cards zwar bereits von der Staatsdruckerei fertig gestellt, aber eben noch am Postweg. Und ohne dieser Karten darf man die Spieler auch nicht bei der Gebietskrankenkassa anmelden“, klärt Dukes-Manager Matthias Hager auf.

Der Ärger dafür hielt sich bei ihm jedoch in Grenzen: „Wir waren einer der Clubs, die eine strengere Vorgangsweise gefordert haben, also müssen wir auch damit leben. Wir stehen ja nicht alleine damit da“, weist er auf Güssing oder Vienna hin, die zum Start ebenfalls auf Legionäre verzichten mussten.

Burgemeister & Müller profitierten davon

Trotzdem hatte dies große Auswirkungen. Denn ob der vielen Verletzungen wurde Laurence Müller und Lenni Burgemeister eine tragende Rolle gegeben. Welche sie auch gut ausfüllten. Burgemeister hielt sich zwar (vor allem am Rebound) etwas im Hintergrund, erzielte dennoch fünf Punkte mit drei Würfen. Müller verfehlte zwar seine fünf Dreier-Versuche, holte dafür vier Rebounds und drei Steals.

„Man hat gesehen, dass man die Jungs bedenkenlos auf dem Niveau einsetzen kann“, lobte der Coach. Am stärksten war Nationalteamspieler Jozo Rados, der 14 Punkte erzielte, obwohl er wegen Foulproblemen „nur“ 22 Minuten spielte.

„Die Burschen haben einen guten Job gemacht, aber an einen Sieg war ehrlich gesagt nicht zu denken. Ich hoffe, dass wir gegen die Lions unser wahres Gesicht zeigen“, will er in Traiskirchen (Sonntag, 17 Uhr) den ersten Sieg einfahren.

Dafür sollten die beiden Legionäre spielberechtigt sein (die Rot-Weiß-Rot-Card trudelte am Montag ein) und auch bei Jason Chappell sieht Langer eine 50:50-Chance. Sorgen bereitet ihm das Knie von Curtis Bobb: „Wir wissen noch nicht, ob es etwas Schlimmeres ist. Falls es nicht besser wird, müssen wir diese Woche ein MRT machen“, drückt er die Daumen.
 

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