Damir Zeleznik: „Nur Fortschritte zählen“. Damir Zeleznik hat in dieser Saison die Dukes Klosterneuburg in der Superliga gecoacht und auch mit der U 16 große Erfolge gefeiert. Dabei hat er immer das nächste Ziel vor Augen.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 05. Mai 2021 (01:40)
Im Nachwuchs coacht Damir Zeleznik die zukünftigen Talente für den Kader der Dukes. In der Superliga hat er einige Klosterneuburger Spieler in seinem Team, die aus diesem Nachwuchs kommen.
Filippovits, Filippovits

NÖN: Als Trainer sind Sie bei den Dukes und im Nachwuchs tätig. Bei den Dukes war der Trainingsbetrieb nach einiger Zeit wieder relativ uneingeschränkt möglich. Wie hat sich das im Nachwuchs abgespielt?
Damir Zeleznik:
Da ist zum Glück auch alles absolut professionell abgelaufen. Wir mussten nur ein paar Monate mit Online-Trainings durchstehen, das war natürlich herausfordernd, aber sonst konnten wir die meiste Zeit sehr gut trainieren. Es war manchmal etwas mehr Spontanität notwendig, aber mit dem guten Umfeld, welches das Leistungszentrum und der Verein bieten, war das für uns Trainer keine besonders große Herausforderung. Das einzige Problem war die Spielpraxis. Wir haben weniger Spiele gehabt als in normalen Jahren und das ist natürlich ein Verlust für eine sehr starke Generation an Spielern.

„Dieses Team wird uns in den nächsten Jahren sicherlich noch sehr viel Freude machen.“ Damir Zeleznik, über seine erfolgreiche U16-Mannschaft.

Auch das Finalturnier der europäischen Nachwuchsserie (CEYBL) wurde abgesagt. Wäre ihr Team auch im Teilnehmerfeld gewesen?
Ja das ist eine dieser Gelegenheiten, die dann leider für dieses Team ausgefallen sind. Wir waren schon in den anderen CEYBL-Runden in denen wir teilgenommen haben sehr stark. Diese Spieler sind auch jetzt noch der Kern der U16 Mannschaft.

Wie haben sich diese verpassten Chancen auf die Motivation der Spieler ausgewirkt?
Da muss ich meinen Jungs ein großes Kompliment aussprechen. Sie sind trotzdem immer motiviert geblieben und haben sich im Training gegenseitig gepusht. Jetzt haben sie gesehen, dass es sich auch ausgezahlt hat. Im Jugendbereich muss man sich eines immer merken: Nur Fortschritte zählen. Die Spieler sehen das natürlich nicht immer so, aber das ist in dem Alter auch in Ordnung.

Wie leicht fällt der Umstieg von der Superliga zur U16 und was sind die größten Unterschiede?
Der Umstieg ist nicht sehr schwer. Ich coache beides wirklich gerne und mit voller Leidenschaft und beide Mannschaften sind mit vollem Einsatz dabei. Der größte Unterschied liegt im Umgang mit den Inhalten. Bei der Jugendarbeit ist es unsere Aufgabe, den Jugendlichen die verschiedenen Konzepte beizubringen. Wir wollen ihnen das mitgeben, was es braucht, um auf einem hohen Level spielen zu können. Gleichzeitig wollen wir natürlich, dass sie Freude am Basketball haben, denn nur so werden sie auch langfristig dabei bleiben. Bei der Superliga geht es dann mehr darum, die richtigen Konzepte auszuwählen und anzupassen. Da musst du mehr auf der taktischen, strategischen und der psychologischen Ebene arbeiten, weil die Spieler auf diesem Niveau die relevanten Konzepte kennen. Den Nachwuchs will ich soweit bringen, dass sie das eines Tages selber können und in der Bundesliga spielen.

Wie gut stehen die Chancen dieser jungen Talente, eines Tages wirklich selber in der Superliga spielen zu können?
Wir haben einige Spieler im Nachwuchs, die auf jeden Fall das Potenzial für die Superliga haben. Da kommt es natürlich auch darauf an, dass man konstant und über viele Jahre gut arbeitet und immer weiter macht. Wenn sie diesen Weg gehen, sehe ich für einige meiner Spieler sehr gute Chancen es in der Zukunft zu schaffen.

Mir geht es um das sehr hohe Level, das diese Mannschaft jetzt schon hat

Wie bewerten Sie die Leistung ihrer Mannschaften in dieser Saison?
Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Bei den Erwachsenen waren wir ausgezeichnet unterwegs und dann haben wir viele Probleme gehabt, auf die wir keinen Einfluss hatten. Die Mannschaft hat in allen Phasen gekämpft und guten Basketball gezeigt. Mit der Leistung der U16 bin ich überglücklich. Da geht es mir weniger darum, dass wir es ins Finale geschafft haben. Das hat mich einfach gefreut, weil die Jungs es sich verdient haben. Mir geht es um das sehr hohe Level, das diese Mannschaft jetzt schon hat. Wir sind ein junges Team, der Kern wird auch im nächsten Jahr noch in der U16 spielen können und wir haben jetzt bereits auch ein hohes taktisches Verständnis. Dieses Team wird uns in den nächsten Jahren noch sehr viel Freude machen.