Es bräuchte nur einen Spieler mehr. Die Dukes Klosterneuburg können spielerisch mit Wels voll mithalten. Es fehlt nur die Kraft, um das über 40 Minuten zu tun.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 07. April 2021 (01:04)
Valentin Bauer ist der unangefochtene Spielmacher bei den Dukes. Mit 28 Punkten konnte er im zweiten Duell der Serie seine bisherige Bestmarke einstellen.
Filippovits, Filippovits

Über den Kummer der Dukes mit den vielen Ausfällen vor den Play-offs wurde an dieser Stelle bereits intensiv berichtet. Nicht absehbar war jedoch, wie sehr jeder einzelne Spieler den Dukes abgehen würde. Damit soll die Leistung der jüngeren Spieler, die sich in den letzten Wochen stark steigern konnten, nicht unter den Teppich gekehrt werden, doch die Statistik spricht eine eindeutige Sprache. „Wir haben in den ersten drei Vierteln gut mitgehalten, dann hatten wir leider einen Einbruch, der uns das Spiel gekostet hat, das liegt an der kurzen Bank,“ bringt Dukes-Coach Damir Zeleznik das Geschehen auf den Punkt.

Punkte der Bankspieler: Die Bank der Welser erzielt im ersten Spiel 42 Punkte und im zweiten Spiel 33. Der Klosterneuburger Bank gelingen im Gegenzug nur 17 und 16 Punkte. Wenn sie das Spiel nicht tragen müssen, wären die Bankspieler der Dukes für deutlich mehr Punkte gut.

Die Rebounds: Hier wird die schmerzhafte Abwesenheit von Edin Bavcic deutlich sichtbar. Lakoju und Jakubowski können durch Foulprobleme in beiden Spielen besonders im Schlussviertel nicht mit letzter Intensität unter dem Korb agieren. Im ersten Spiel kam Wels auf 45 Rebounds, die Dukes lediglich auf 28. Im zweiten Spiel konnten die Dukes in dieser Kategorie besser mithalten, doch 19 zugelassene Offensivrebounds sind dennoch zu viel.

Die Wurfquote: Der wirklich entscheidende Unterschied ist natürlich die Wurfquote. Die Dukes treffen im ersten Spiel nur 15 Prozent ihrer Würfe aus der Dreierdistanz, während Wels bei 38 Prozent hält. Im zweiten Spiel ist die Statistik hier ausgeglichener, das liegt aber hauptsächlich an Valentin Bauer, der an diesem Abend aus keiner Distanz zu stoppen war.