Vertragsverlängerung: Valentin Bauer bleibt ein Duke. Auch in dieser Saison will Valentin Bauer mit den Dukes Klosterneuburg um den Meistertitel in der Superliga spielen.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 28. Juli 2021 (01:37)
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Bauer ist als Kämpfer bekannt, der sein Team in schwierigen Phasen auch mitreißen kann.
Filippovits, Filippovits

Wenn man sich in der letzten Saison im Lager der Klosterneuburger umhörte, so gab es, trotz der guten Leistungen der ganzen Mannschaft, einen Spieler, der herausstach und die Fans und Coaches besonders beeindruckte: Valentin Bauer. Dass der 27-jährige Guard starke Qualitäten hat, war keine Überraschung, doch seine Leistungssteigerung im Lauf der Saison war enorm.

Dementsprechend erfreut zeigte man sich bei den Dukes, als man seine Vertragsverlängerung verkündete. Bauer gibt sich gewohnt selbstbewusst und hat sich mit dem Team hohe Ziele gesteckt: „Ich will unbedingt den Meistertitel holen, dafür spielt man ja letztlich. In Klosterneuburg herrschen die perfekten Rahmenbedingungen dafür und man plant langfristig, ich fühle mich hier sehr wohl.“

Der Klosterneuburger avancierte nach dem Ausfall von Pedrag Miletic zum Topscorer der Dukes und kam im Schnitt auf 15,7 Punkte. Zusätzlich verteilte er noch 5,9 Assists pro Spiel und weist einen Effizienzwert von 20,1 auf. Das alles sind Topwerte in der heimischen Superliga und machten ihn sogar zu einem Kandidaten für den MVAP-Award (wertvollster Österreichischer Spieler der Saison).

Beeindruckende Entwicklung

Umso beeindruckender ist seine Leistung, wenn man bedenkt, dass er teilweise die zweite Garnitur der Dukes aufs Feld führen musste, weil die Klosterneuburger durch Corona-Erkrankungen und Verletzungen stark dezimiert waren. Seine Leistungen blieben auch vor Nationalteam-Coach Raoul Korner nicht verborgen, der ihn schließlich im Februar mit der Einberufung ins Nationalteam belohnte und ihm auch einige Einsatzminuten gab. Auch Damir Zeleznik, der die Dukes in der letzten Saison interimistisch coachte, war von der Entwicklung seines Spielers während der Saison oft sehr angetan, wie er in einigen Gesprächen betonte und auch Dukes-Manager Matthias Hager ist von seinen Qualitäten mehr als überzeugt: „Valentin Bauer hat in der vergangenen Saison viel Verantwortung übernommen und sich in einer für uns schwierigen Phase gut weiterentwickelt. Er ist ein wichtiger Baustein in unserem Kader für die kommenden Jahre.“

Bereits seit der Kindheit ein Duke

Bauer begann seine Basketball-Karriere bereits im Kindesalter im Nachwuchs der Klosterneuburger und durchlief alle Stationen, bis er es in die Bundesligamannschaft schaffte. Was es für den Meistertitel braucht, sollte ihm auch bekannt sein, denn immerhin wurde er mit den Dukes bereits Meister, Cupsieger und Supercupsieger, wobei er damals natürlich noch nicht so zentral für das Spiel der Klosterneuburger war, wie er es heute ist. 2013 wechselte Bauer in die USA und spielte dort für das Cuesta College (2013/14) sowie die Mars Hill University (2014-2017), ehe er zurück zu den Dukes kam und rasch ein wesentlich zentralerer Teil der Mannschaft wurde. Ob der Meistertitel bereits in dieser Saison realistisch ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Die Dukes haben sich im Vergleich zur Vorsaison doch auf einigen Positionen verändert und treten mit einem jüngeren Team an. Wenn Bauer seine Leistungssteigerung fortsetzt, ist ihnen aber eine Überraschung zuzutrauen.