Einbrüche und Olympiaquali. MARKUS SONDEREGGER über den weiten Weg von Christian Rabel zu den Spielen 2012 in London.

Erstellt am 10. November 2010 (06:41)
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Man hat sich mehr erwartet. Christian Rabel belegte mit dem Leichtgewichtsvierer bei der WM in Neuseeland nur Platz 13.

Eigentlich wollte man im Lager des Ruderverbandes schon ein wenig weiter sein, denn langsam wird es mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London ernst. Die erste Gelegenheit auf ein Olympiaticket gibt es bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Bled. Dafür muss Platz elf erreicht werden. Die Titelkämpfe in Neuseeland haben aber gezeigt, dass noch viel Arbeit auf Rabel und Co. wartet, wollen sie sich den Traum eines jeden Sportlers, die Teilnahme an den Olympischen Spielen, erfüllen. Dem tatsächlichen Einbruch eine Woche zuvor in das österreichische Quartier folgte eine Woche danach der sportliche. Doch das genügt als Erklärung für den enttäuschenden 13. Rang nicht. Vielmehr muss die Frage gestellt werden, wieso Rabel, der seit Jahren zu den besten Ruderern im Land gehört, bei der Europameisterschaft Mitte September im Vierer durch Alexander Rath ersetzt wurde. Natürlich kann der Verband neue Konstellationen ausprobieren, aber die Ergebnisse haben gezeigt, dass der LG-Vierer mit Rabel als Schlagmann am besten aufgestellt ist.

Die Zeit bis zur WM im August sollte jetzt für die intensive Olympia-Quali-Vorbereitung genutzt werden, denn die Zeit der Experimente ist vorbei.

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