Hawaii-Slot nur um einen Platz verpasst. Beim Ironman Austria in Klagenfurt versuchten Thomas Srb und Robert Glaser ihr Glück - und fanden es beinahe.

Von Daniel Wertheim. Erstellt am 02. Juli 2014 (08:41)
Mit einer starken Rad-Zeit wurde Thomas Srb 14.
NOEN, Doris Srb
Beide zählen zu den besten Marathon-Läufern, die Klosterneuburg je gesehen hat. Thomas Srb hält die Vereins-Bestzeit des ULC Klosterneuburg Road Runners (2:29:59 Stunden und wurde vor einigen Jahren Dritter beim Vienna City Halbmarathon. Robert Glaser ist ihm mit 2:40:58 (heuer in Wien als bester Klosterneuburger) dicht auf den Fersen. Gemeinsam wagten sie nun das Abenteuer „Ironman Austria“. War es für Srb bereits der dritte, so startete Glaser in Klagenfurt erstmals über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer am Rad und 42,2 Kilometer Marathon-Lauf.

Für beide lief es prächtig. Während Srb in 9:35:35 Stunden auf Rang 14. der Altersklasse M45-49 lief (142. insgesamt), landete Glaser in der gleichen Klasse in 10:07:34 auf Rang 42 (Gesamt 397.).

Neben einem soliden Lauf (3:20:00) konnte sich Srb dabei auf eine gute Radzeit (4:58:32) und eine solide Schwimm-Zeit verlassen (1:09:08). „Das Schwimmen war noch hektisch, das Radfahren großartig und der Marathon Okay“, fasste Srb zusammen.

Glaser verließ sich bei seinem ersten Antreten auf seine Stärke: Den Marathon. Hier legte er in 3:14:28 eine Bomben-Zeit hin. „Es war sehr angenehm, denn im Vergleich zu einer Kurzdistanz ist man relativ langsam unterwegs und es zählt Durchhaltevermögen und Psyche“, resümierte er - und stand am nächsten Tag schon wieder in der Arbeit seinen Mann.

Besonders spannend wurde es nach dem Bewerb. Srb, der seine Vorjahres-Zeit (damals 23.) um rund 16 Minuten verbesserte, durfte plötzlich auf einen „Slot“ (Startberechtigung) bei der WM in Hawaii hoffen. Sechs Startplätze gab es, doch einige Läufer verzichteten darauf. „Nach und nach werden alle Teilnehmer aufgerufen und gefragt. Da heißt es dann schnell aufschreien und die Kreditkarte zücken“, erklärt Srb das Prozedere, bei dem plötzlich bis zum 12. Platz nur fünf Startplätze in Anspruch genommen wurden. Der 13., also einer vor Srb, sagte dann aber auch zu.

„Macht nichts, wir sind beide schon für den nächsten Ironman in Wales angemeldet“, erhofft sich Srb dort noch bessere Chancen, da dieser für 2015 zählt und somit die für 2014 qualifizierten Athleten daran nicht teilnehmen werden.