Hawaii-Tickets gebucht. Die Klosterneuburger Athleten Thomas Srb und Robert Glaser erzielten in Wales starke Ergebnisse. Srb sicherte sich sogar das Ticket für die Ironman-WM 2015.

Von Daniel Wertheim. Erstellt am 16. September 2014 (17:03)
Stark am Rad, stark beim Laufen. Die Klosterneuburger Thomas Srb (im Bild) und Robert Glaser machten beim Ironman in Wales ihre durchwachsene Schwimmleistung an Land mehr als wett.
NOEN, Privat

Beim Ironman in Klagenfurt holten sich die Klosterneuburger Thomas Srb und Robert Glaser, die für Tri Klosterneuburg und den ULC Klosterneuburg Road Runners starten, Appetit auf mehr. Gute Ergebnisse spornten sie an, auch beim Ironman in Wales zwei Monate später zu starten: Mit realistischen Chancen auf ein WM-Ticket für 2015. Ein Poker, der zumindest für Srb voll und ganz aufging. „In einem Monat findet in Hawaii die WM 2014 statt - die meisten Top-Läufer werden daher in Wales nicht starten - zudem es ein besonders harter Ironman ist“, spekulierte Srb vor dem Rennen. Und recht hatte er.

Mit bestem Marathon 1.000 Athleten überholt

Die Siegerzeit in Wales für die 3,8 Kilometer im Meer, 180 Radkilometer über das walisische Hügelland und einem Marathon mit 600 Höhenmeter fixierte der Südafrikaner Matt Trautmann in 09:07:28 Stunden. Sie war damit um einiges langsamer als in Klagenfurt (07:48:43 Stunden). „Das kam mir grundsätzlich entgegen, auch wenn das Schwimmen eine Qual war. Schon zwei Tage vor dem Rennen wurde ich beim Einschwimmen mit 1,5 Meter hohen Wellen seekrank“, hatte Srb mit dem ersten Teil der Strecke zu kämpfen.

Nach 01:21:06 Stunden kam er als 96. seiner Altersklasse M45-49 aus dem Wasser. „Ab da ging es aber lässig voran“. Mit einer couragierten Radfahrt machte er 89 Plätze gut und war vor dem Marathon bereits Siebter seiner Klasse.

Ähnlich ging es Robert Glaser bei seinem erst zweiten Ironman. Er wurde im Schwimmen 224. und kämpfte sich auf Platz 53 seiner Altersklasse vor. In der allgemeinen Klasse überholte er gar über 1000 Athleten. „Ich war 1.425 nach dem Schwimmen und ging als 356. in den Marathon“, schildert Glaser. Dort legte er in 3:30:52 Stunden gar den besten Marathon seiner Altersklasse hin und beendete das Rennen in 11:32:42 Stunden auf Rang 15 seiner Altersklasse (Gesamt-132.). Einen Slot für Hawaii verpasste er damit aber, denn der ging nur an die ersten sechs. „Macht nix - ich habe andere Ziele. In Klagenfurt nächstes Jahr möchte ich erstmals unter zehn Stunden bleiben“, peilt Glaser an.

Srb hingegen kann für das Jahr 2015 andere Ziele anvisieren. Er landete in 10:53:53 auf Rang drei seiner Altersklasse (Gesamt-52.). „Als ich gesehen habe, dass ich drei Minuten vor der schnellsten Dame liege, habe ich mir schon Chancen ausgerechnet, unter den Top-Sechs zu sein. Aber Platz drei ist noch mehr, als ich jemals gedacht hätte“, war Srb überglücklich.

Srb weiß schon heute: „Am 10. Oktober 2015 bin ich in Hawaii - außer der Himmel fällt mir auf den Kopf oder ich breche mir einen Haxen“, will er nichts verschreien.
 

Mehr zum Thema: