Das war das Sportjahr 2021 in Klosterneuburg

Die Höhepunkte des Sportjahres 2021 in Klosterneuburg auf einen Blick.

Erstellt am 30. Dezember 2021 | 05:05
Lesezeit: 5 Min

FCK kriegt die Kurve

Die Klosterneuburger Kicker verschlafen den Start in die Saison, erfangen sich aber nach wenigen Wochen.

Die Abbruchsaison 2020/21 beenden die Klosterneuburger als Tabellenführer mit der sagenhaften Statistik von sieben Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage. In der laufenden Saison können die FCK-Kicker nicht ganz an diese Erfolg anknüpfen.

Nach einem Sieg gegen Tulln und einem eher unrühmlichen Unentschieden gegen Sieghartskirchen, setzt es vier Niederlagen in Serie, in denen die bisher in der Verteidigung gut stehenden Klosterneuburger gleich 13 Gegentore hinnehmen müssen. Ausgerechnet im Spiel gegen das mit ehemaligen FCK-Kickern gespickte Team aus Langenlebarn kriegen die Klosterneuburger die Kurve und setzen sich mit 3:1 durch.

Von den fünf weiteren Partien kann das Team von Mario Handl gleich vier mit starken Leistungen für sich entscheiden. Nur gegen Wullersdorf unterliegt man mit 2:1. In der Tabelle zählen die Klosterneuburger somit zumindest zur Verfolgergruppe und brauchen sich über einen drohenden Abstieg keine Sorgen machen.

Gute Leistung trotz schwerer Umstände

Das Jahr 2021 ist für die Dukes nicht leicht. Dennoch zeigen die Basketballer zahlreiche ansprechende Leistungen.

Die Dukes sind in der abgelaufenen Saison die absoluten Pechvögel der Liga. Dabei läuft es zunächst ausgezeichnet für die Klosterneuburger. Noch bis zum Jänner führen die Dukes, die mit einer Siegesserie starten können, die Tabelle in der Superliga an. Kurz nach dem Jahreswechsel bringen einige Coronafälle die Klosterneuburger aber komplett aus der Spur.

Zahlreiche Spieler fehlen in den letzten Wochen und einige laborieren für längere Zeit an den Langzeitfolgen. Die vielen Spielminuten für das übrige Team machen sich bemerkbar. Jurica Blazevic fällt wenige Wochen später mit einem Einriss der Achillessehne aus. Im Herbst wird es für Blazevic noch schlimmer. Bei einer Routineuntersuchung wird bei ihm ein Tumor im Lungenbereich entdeckt, der ihn zum viel zu frühen Karriereende zwingt.

In den letzten Wochen der abgelaufenen Saison sind die Dukes sichtlich angeschlagen, spielen aber umso beherzter auf. Im Viertelfinale der Play-offs scheiden die Klosterneuburger gegen Wels am Ende mit 1:3 aus. Das große Kämpferherz zeigen die Dukes bei ihrem Sieg in dieser Serie, der am Ende mit nur sechs fitten Spielern errungen wird.

Nach einem Trainerwechsel und zahlreichen Abgängen und Neuzugängen vor der Saison 21/22 erwischen die Dukes einen schlechten Start, können sich in den letzten Wochen des Jahres aber wieder erfangen.

Alle Titel in einer Hand

Klosterneuburg Basketball Alle Titel in einer Hand  Die BK Duchess
Im Bild freuen sich die Schwestern Lisa, Pia und Anja Zderadicka (v.l.n.r.) gemeinsam über den größten Wurf der Duchess: Den Titel in der Superliga der Damen.
Foto: Filippovits Die Klosterneuburgerinnen

Die BK Duchess zeigen sich im vergangenen Jahr als absolute Titelhamster. Der größte Wurf: Der Titel in der Superliga der Damen.

Doch auch in den anderen Bewerben der höchsten Klasse konnte kein Team den Duchess das Wasser reichen. Auch der Cup und die 3x3-Meisterschaften gehen an das Team von Franz Zderadicka.

Olympische Spiele verpasst

Die Klosterneuburgerin Corinna Kuhnle und die Tullnerin Viktoria Wolffhardt liefern sich ein spannendes Rennen um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio. Nachdem Wolffhardt das Ticket zunächst sicher in ihrer Tasche glaubte wird die Qualifikation nach der Verschiebung der Spiele wieder geöffnet. Kuhnle hat jedoch nur eine kleine Chance, muss auf mehrere Patzer von Wolffhardt hoffen und gleichzeitig selbst Spitzenresultate abliefern.

Die Klosterneuburgerin zeigt sich in beeindruckender Form. Der größte Wurf des Jahres gelingt ihr bei der Europameisterschaft in Italien, bei der sie sich den Titel im Wildwasserslalom sichert. Da Wolffhardt aber das Semifinale erreicht und auch beim letzten Saisonbewerb in Prag nicht patzt, ist der Traum von den Spielen für Kuhnle geplatzt.

„Dass die Chancen nicht sonderlich groß waren, war mir schon vor dem Rennen klar. Wenn die Entscheidung dann aber endgültig gefallen ist und du nichts mehr daran ändern kannst, dann ist das natürlich sehr bitter. Ich glaube aber ich habe mir und allen Beteiligten bewiesen, was ich kann“, ist die Klosterneuburgerin nach der gefallenen Entscheidung erwartungsgemäß niedergeschlagen.

Die Entscheidungen des Verbands im Zusammenhang mit der Causa war für Kuhnle für keine der beiden Sportlerinnen zuträglich. „Als Sportlerin habe ich mich ein bisschen wie eine Schachfigur gefühlt.“

Abstieg in die Landesliga

Die Damen und die Herren des 1. Klosterneuburger Tennisvereins haben zwei sehr unterschiedliche Spielzeiten hinter sich. Bei den Herren ist bereits vor der Saison klar, dass es drei Absteiger aus der 2. Bundesliga geben wird. Außerdem müssen die Abgänge von Mario Haider-Maurer, Peter Goldsteiner, Philipp Aplienz und Michael Frank kompensiert werden.

Bereits nach den ersten Runden ist klar, dass es für den Klassenerhalt in dieser Saison nicht reichen wird. Die Klosterneuburger kämpfen zwar um jeden Punkt und können phasenweise auch mit der Konkurrenz mithalten. Am Ende setzt es dennoch acht deutliche Niederlagen. Für die KTV-Herren bedeutet das den Abstieg in die Landesliga.

Souveräner Klassenerhalt

Die Damen haben hingegen eine bärenstarke Saison in der 1. Bundesliga hinter sich. Gegen das Team aus Innsbruck und gegen den GAK können die KTV-Damen sich deutlich durchsetzen. Gegen den Grazer park Club und gegen Klagenfurt müssen die Klosterneuburgerinnen sich denkbar knapp mit 3:4 geschlagen geben.

Gegen Weigelsdorf gelingt im letzten Spiel des Grunddurchgangs sogar eine kleine Sensation mit einem 4:3-Sieg. Nur knapp schrammen die Klosterneuburgerinnen am Einzug in das obere Play-off vorbei. Im unteren Play-off kann das Team von Mannschaftsführerin Lisa Reichmann und Teammanager Friedrich Pessicka den Klassenerhalt mit einem 4:3-Erfolg frühzeitig fixieren.

Silber im Mixed-Bewerb

Die Mosquitos Klosterneuburg zeigen auch in diesem Jahr, dass sie im Ultimate Frisbee zu den besten Vereinen des Landes zählen. Nach kurzer Vorbereitung spielen die Klosterneuburger sich bei den Staatsmeisterschaften im Mixed-Bewerb souverän ins Finale und unterliegen dort dem Team von Catchup Graz.

Die Silbermedaille ist für das junge Team dennoch ein großer Erfolg. Auch die Vereinsjugend zeigt sich erneut in großartiger Form. Bei den Nachwuchsmeisterschaften wird gleich drei Mal Edelmetall ergattert. Die U15 holt Gold, die U17 Silber und die U20 holt die Bronzemedaille.

Nicht aufzuhalten

Die Klosterneuburg Indians sind bei den Damen und den Herren weiterhin das Maß aller Dinge im heimischen Flag-Football.

Jahresrückblick - Das war das Sportjahr 2021 in Klosterneuburg
Das Damenteam der Indians hat ein starkes Jahr hinter sich. Foto: Flag Pics
Foto: Flag Pics

Beide Mannschaften können sich am Ende der Saison den Meistertitel schnappen. Dabei haben beide Teams im Verlauf der Meisterschaft mehr mit der Konkurrenz zu kämpfen als sonst.

Im Verlauf der Spielzeit werden die Indians und die Indians Girls aber immer besser und bei der Flag Bowl setzen sie sich mit den besten Leistungen der Saison durch. Bei der Weltmeisterschaft gelingt der nächste große Wurf. Die Herren landen auf einem starken sechsten Platz und die Damen ergattern sich sensationell die Bronzemedaille. Beide Teams sind mit zahlreichen Akteuren der Klosterneuburger Teams gespickt.