Österreich verteidigt mit Duchess Titel. Mit vier Duchess Spielerinnen holt Österreich zum zweiten Mal in Folge die Europameisterschaft der kleinen Länder.

Von Markus Nurschinger. Erstellt am 23. Juli 2014 (07:50)
NOEN, Michael Filippovits
Das Team-Austria verteidigte den Titel der „EM der kleinen Länder“. Mit dabei auch vier Duchess-Spielerinnen. Pia Jurhar (4.v.l.), Anna Kadensky (9.v.l.), sowie Nora Kampitsch (sitzend in der Mitte) und Sophia Plank (sitzend links) dürfen sich Europameister nennen. Foto: Michael Filippovits
Sophia Plank, Pia Jurhar, Anna Kadensky und Nora Kampitsch dürfen sich Europameister nennen. Die vier Spielerinnen der Duchess Klosterneuburg gewannen mit dem österreichischen Nationalteam die „EM der kleinen Länder“, also jener Länder, die in der Vorqualifikation zur A-EM scheitern.

Malta wurde zur ersten richtigen Prüfung für rot-weiß-rot

Nach dem deutlichen 82:24 Auftaktsieg gegen Wales, siegten die österreichischen Damen auch im zweiten Gruppenspiel gegen Aserbaidschan souverän mit 94:29. Alle vier Duchess-Girls trugen sich in die Scorerliste ein. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Schottland feierte die Truppe von Trainer Mike Kress den dritten Vorrundensieg.

Mit 70:45 holte sich Team-Austria den ersten Platz in der Gruppe B und qualifizierte sich damit ungeschlagen für das Halbfinale. „Die Gruppenspiele sind für uns sehr gut gelaufen. Wir konnten alle Spielerinnen einsetzen und daher auch Kräfte für Halbfinale und Finale schonen“, verrät Sophia Plank, die gemeinsam mit Nora Kampitsch Kapitänin war.

Dort wurde Malta zur ersten richtigen Prüfung für die Österreicherinnen. Bis zur Halbzeit konnte sich die Kress-Truppe noch nicht entscheidend absetzten und führte knapp mit 34:29, ehe Malta in Minute 27 mit 36:39 in Führung ging. Doch ein 14:0-Lauf von Österreich zum 50:39 brachte die Vorentscheidung. Mit 58:46 zog das Team-Austria ins Finale ein.

„Den Titel daheim zu verteidigen ist schon was Besonderes“

„Gegen Malta haben wir sehr wenig getroffen, sie haben sich gut auf unsere Offense eingestellt. Die starke Defensive hat das Spiel für uns entschieden“, so Plank. Im Finale gegen Island gingen die Österreicherinnen nach einem 6:18 Fehlstart am Ende des ersten Viertels erstmals in Führung. Dank einer geschlossen guten Teamleistung und einer groß aufspielenden Sigrid Koizar (32 Punkte), verteidigte Österreich mit 87:81 den Europameistertitel.

„Das Finale war ein super Spiel. Wir haben gut verteidigt und auch in der Offense gut getroffen. Den Titel vor heimischem Publikum zu verteidigen ist schon was Besonderes“, freut sich Plank, die auf eine baldige Qualifikation für eine A-EM hofft. „Wir dominieren die EM der kleinen Länder“, daher muss unser nächstes Ziel die Vorqualifikation zur A-EM sein“, hofft sie.