Schwarzer Tag für Klosterneuburg. Die Einsermannschaft der Union Racketlon Klosterneuburg musste sich noch während der laufenden Saison aus der Landesliga zurückziehen.

Erstellt am 06. Dezember 2017 (01:56)
NOEN, privat
Andras Nemeth und Marcel Weigl hätten sich eine andere Entwicklung für ihr Team in der Badminton Landesliga gewünscht.

Ein Schritt wie ihn Union Racketlon Klosterneuburg letzten Mittwoch vollzogen hat — sofortiger Rückzug aus der Landesliga mitten unter der Saison — mag zwar drastisch erscheinen, doch die Gründe sind vielseitig.

Mit der gleichzeitigen Verletzung der beiden Damenspielerinnen Bettina Bugl und Christine Seehofer konnte die Mannschaft in der vorletzten Runde nicht antreten und auch in der letzten Runde am 3. Dezember wäre kein Start denkbar gewesen.

„Es wäre vielleicht möglich, dass wir uns über den Jahreswechsel neu aufstellen, aber das würde dann den Wettbewerb in der Landesliga verzerren, da ja einige Teams kampflos zu den Punkten gekommen sind und andere im neuen Jahr gegen uns antreten müssten“, verteidigt Vereinspräsident Martin Buchta den Rückzug mit dem Aspekt der sportlichen Fairness.

„Ich nehme die Entwicklung auf meine Kappe,“ sieht Vize-Präsident Marcel Weigl sich selbst in der Verantwortung für die letzten Entwicklungen. „Andras Nemeth war in seiner Aufgabe als Mannschaftsführer vollkommen überfordert, wurde aber auch von den Spielern im Stich gelassen.“

„Entwicklung geht auf meine Kappe

Weigls Umzug nach Vösendorf und die damit entstandene Lücke, sind aber nur ein Teil der aktuellen Problematik beim URK. Ein weiteres Problem stellt das Fehlen einer geeigneten Halle dar, wodurch man seit Jahren gezwungen ist, für das Leistungstraining und die Austragung von Spielen nach Wien auszuweichen.

Der Verein muss sich jetzt vollkommen neu ausrichten und hofft darauf, mit der zweiten Mannschaft, welche momentan Zweiter in der ersten Klasse ist, den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen.

Auch auf organisatorischer Ebene wird sich die Union Racketlon Klosterneuburg neu orientieren müssen. Mit dem Finanzabschluss 2017 gibt die langjährige Gallionsfigur des Klosterneuburger Schlägersports, Marcel Weigl, sein Amt als Vizepräsident nun endgültig ab.