Roland Rinnhofer: "Wir können sehr viel erreichen". Roland Rinnhofer (35), Kapitän der SG Klosterneuburg über seine Karriere, junge Spieler und ein Blick in die Zukunft.

Von Peter Lachnit. Erstellt am 16. September 2014 (17:03)
Trotz seiner 35 Jahre ist Außenverteidiger Roland Rinnhofer (l.) immer noch einer der fittesten und lauffreudigsten bei der SG Klosterneuburg. Michael Filippovits
NOEN, Michael Filippovits

NÖN: Mit 35 sind Sie der routinierteste Spieler der SG Klosterneuburg. Wie führen Sie als Kapitän die jungen Spieler auf das Feld?
Roland Rinnhofer: Die meisten Jungen haben bereits sehr viel Wissen und können das auch auf dem Feld umsetzten. Ich versuche dem Trainer Kurt Castek als verlängerter Arm am Feld zur Seite zu stehen, ohne Druck auszuüben. Nebenbei arbeite ich an meiner Diplomarbeit im Nachwuchsbereich und versuche mein Wissen als U10-Nachwuchstrainer weiterzugeben.

Wie sehen Sie den Unterschied zwischen der Oberliga in Wien und der Gebietsliga Nord/Nordwest in Niederösterreich?
Rinnhofer: Der gravierendste Unterschied ist für mich der körperliche Einsatz und die bessern Sportstätten. Technisch gute Spieler müssen sich an die „rauere“ Gangart erst gewöhnen.

Die Mannschaft hat sich in den ersten Spielen in Niederösterreich sehr gut präsentiert. Da drängt sich die Frage nach den Zielen auf?
Rinnhofer: Ich glaube, wir können sehr viel erreichen. Die Spieler haben sehr viel Potenzial, aber wir denken von Spiel zu Spiel - ein abgedroschener Satz - aber genau so ist es in der derzeitigen Situation.

1999 wechselten Sie von ihrem Stammverein Mürzzuschlag zum DSV Leoben in die Erste Liga. Ein Jahr später bekamen Sie einen Vertrag bei Austria Salzburg in der Bundesliga. Danach Bad Bleiberg mit Millionär Egon Putzi. Eine Erfolgsstory?
Rinnhofer: Nicht wirklich. Bei Salzburg saß ich die meiste Zeit auf der Bank, aber die weiteren zehn Jahre in der Ersten Liga haben mich sehr geprägt. Daher glaube ich, vielen jungen Klosterneuburger Spielern eine Philosophie mitgeben zu können, die sie fußballerisch weiter bringen kann: Als Fußballer sollte man nicht auf das Geld, sonder auf die eigenen Fähigkeiten schauen. Profi zu werden - das ist mir „passiert“.