Sensation geschafft. Die erst 14-jährige Klosterneuburgerin Anika Schicho holte sich bei den Judo-Staatsmeisterschaften den Titel in der U-18 Klasse.

Von Markus Nurschinger. Erstellt am 01. Februar 2017 (04:21)
NOEN, privat
Die stolzen Trainer: Masaki Ueda, Robert Haas und Toni Summer (v.l.) strahlten mit Ihrem Schützling Anika Schicho nach dem Gewinn der Goldmedaille bei der U-18 Staatsmeisterschaft um die Wette.

Am vergangenen Freitag kürte sich die Klosterneuburgerin Anika Schicho zur neuen U-18- Staatsmeisterin im Judo, und das im jungen Alter von erst 14 Jahren!

Besonders beachtenswert ist der Triumph, aufgrund einer Verletzung, die sich Schicho erst vor einigen Monaten zugezogen hatte. Im September des Vorjahres trat Schicho in das österreichische Zentrum für Leistungssport „Südstadt“ ein. Gleich in der zweiten Schulwoche zog sie sich, bei den schulischen „Kennenlerntagen“ einen komplizierten Bruch des Schienbeinkopfes zu.

Ergebnis: ein halbes Jahr Heilungsprozess, von Judo keine Rede, psychische Durchhänger, Belastungsschmerzen des gesunden Knies und Hüfte, waren die Folge.

„Bis vor wenigen Tagen war der Start bei dieser österreichischen Meisterschaft noch nicht gewiss, und von so einem Erfolg gar nicht zu träumen“, berichtet Jürgen Schandl

Mit fünf Ippon-Siegen vor Ablauf der Zeit holte sich Schicho die Goldene. Auch der U-18 Nationalteamtrainer, Ernst Hofer, war von der Leistung angetan. Er sah auch gleichzeitig eine Bestätigung von Schichos erster U-18-Teameinberufung für ein Europacup-Qualiturnier am 12. Februar in Italien.