Klosterneuburgs Duchess: Die perfekte Saison im Rückspiegel

Erstellt am 11. Mai 2022 | 02:44
Lesezeit: 3 Min
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Pia Jurhar war eine der zentralsten Spielerinnen bei den Duchess. Mit 14,82 Rebounds pro Spiel und einem Effizienzrating von 24,88 war sie ein konstanter Faktor für den Erfolg der Duchess.
Foto: Filippovits
Die BK Duchess waren in dieser Spielzeit in einer Klasse für sich unterwegs. Gefordert wurden die BK-Damen nur selten.
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Die Duchess haben es geschafft. Mit dem Sieg im dritten Finalspiel letzte Woche konnten die Klosterneuburgerinnen die perfekte Saison, sprich eine ganze Spielzeit ohne eine einzige Niederlage, vollenden und sich vor einer gut gefüllten Heimhalle den Meistertitel schnappen.

Nachdem die BK-Damen in der Vorsaison alle möglichen Titel (3x3, Cup und Meisterschaft) einfuhren, gingen sie natürlich als große Favoritinnen in diese Spielzeit, dennoch gab es auch für die Klosterneuburgerinnen ein paar Herausforderungen, die es erst zu überwinden galt.

Weitreichende Umstellungen

So gab es zum Beispiel einige Umstellungen in der Mannschaft. Caroline Nwafor beendete ihre Karriere und Lilla Horvath und Nina Pettinger standen für den Großteil der Saison nicht zur Verfügung.

Stattdessen konnten Sarah Schicher und Pia Jurhar ins Boot geholt werden, die das Team im Endeffekt sogar auf ein neues Level hoben. Mit den beiden großen Spielerinnen waren die Duchess jetzt auch unter dem Korb nicht zu stoppen und fuhren dementsprechend einen Erfolg nach dem anderen ein.

Nur als Schicher nach dem Cupfinale, wie mit der Vereinführung abgesprochen, wieder nach Australien ging, mussten die Klosterneuburgerinnen ihr Spiel ein wenig umstellen. Jetzt lastete mehr Druck auf den Schultern von Pia Jurhar, die unter dem Korb aber weiterhin eine Klasse für sich war. In der Saisonwertung führte Jurhar am Ende nicht nur die Reboundstatistik überlegen vor Camilla Neumann an, auch bei der Effizienz war sie unter den besten Spielerinnen der Liga.

Ein Trainer, der sein Team versteht

Das beste Team nutzt ohne einen guten Trainer, der zu seiner Mannschaft passt, nicht viel. Franz Zderadicka ist eindeutig dieser Trainer. Trotz der Übermacht in vielen Begegnungen seiner Mannschaft verstand der Coach es, seine Spielerinnen immer fokussiert, motiviert und gut vorbereitet aufs Feld zu bringen und konstant zu entwickeln. Die BK-Damen gaben sich nie mit ihrem Vorsprung zufrieden und entwickelten sich konstant weiter. Ein Umstand, der auch für die mentale Klasse dieser Mannschaft spricht.

Die Konkurrenz schläft allerdings nicht. Besonders das Team aus Wels und Vienna United machten ebenfalls einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung und werden in den nächsten Jahren wohl zu den härtesten Konkurrentinnen der Duchess zählen.