Klosterneuburger wird doch nicht Rapid-Präsident . Roland Schmid wollte Rapid-Präsident werden. Die Mitglieder stimmten gegen das Konzept des Klosterneuburgers.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 26. November 2019 (07:41)
Roland Schmid 
FCK

Kurz vor NÖN-Redaktionsschluss fiel am Montagabend die Entscheidung: Martin Bruckner wird neuer Präsident des SK Rapid Wien! Die Mitglieder stimmten bei der Wahl gegen das Konzept seines Klosterneuburger Konkurrenten Roland Schmid. Mit 1059 gegen 926 Stimmen fiel das Ergebnis knapp aus. Die Enttäuschung ist bei Schmid deshalb aber sicher um nichts kleiner. In einem Wahlkampf der politischen Auseinandersetzungen um nichts nachstand, wurde zuletzt auch mit harten Bandagen gekämpft.

In Klosterneuburger Sportkreisen ist Schmid kein Unbekannter. Er ist seines Zeichens Hauptsponsor des FC Klosterneuburg und der BK Dukes und investiert mit seinem Unternehmen IMMOunited massiv in den lokalen Sport. Auch bei den Vienna Capitals ist Schmid involviert. Weiters können der Triathlet Lukas Kaufmann und die Golferin Nadine Dreher ebenfalls auf seine Unterstützung zählen.

„Rapid ist auch für mich mehr als nur ein Fußballverein"

Am intensivsten betrieb Schmid zuletzt aber seine Kandidatur für die prestigeträchtige Position des Rapid-Präsidenten, als Nachfolger von Michael Krammer. „Rapid ist auch für mich mehr als nur ein Fußballverein. Schon seit meiner Jugend bin ich ein begeisterter Anhänger der grün-weißen Familie, die wir seit Jahren nicht nur finanziell unterstützen,“ schreibt der Großsponsor auf seiner Homepage.

Lange Zeit als Außenseiter gehandelt, hat sich Schmid spätestens nach dem Zusammenschluss mit der Liste von Robert Grüneis, der zuletzt als dritter Kandidat im Ring gestanden war, wurden die Chancen des 43-Jährigen zuletzt durchaus als realistisch eingeschätzt. Vor allem die Liste der Unterstützer, von Hans Krankl und Michael Konsel abwärts, konnte sich sehen lassen. Daher gab es vor der Wahl keinen Favoriten.

Schmids Konzept sah eine radikale Umstrukturierung des Vereins vor. Dazu wird es nun wohl nicht kommen. Bruckner steht für die Fortsetzung der bisherigen Klubpolitik.