Erstellt am 29. Dezember 2016, 05:19

von Markus Nurschinger

Toller Abschluss. Die für den BSV Weißer Hof spielende Doris Mader holte sich in Las Vegas den Titel bei den US Open.

Doris Mader vom Weißen Hof holte sich in Las Vegas den Titel bei den US Open.  |  NOEN, privat

Las Vegas mit seinen knapp über 600.000 Einwohnern und mehr als 40 Millionen Touristen jährlich gilt als Innbegriff für Glückspiel, Parties und Hangover. Für die Behindertensportlerin Doris Mader vom BSV Weißer Hof war der jüngste Besuch in der schillernden Stadt jedoch harte Arbeit. Immerhin bestritt sie dort bei den US Open ihr letztes internationales Tischtennis-Turnier in diesem Jahr.

An dem Megaturnier nahmen über 1.000 Athleten aller Altersklassen aus Nichtbehinderten- und Behindertensport teil und kämpften auf 150 Tischen um die Titel. Mitten drinnen eine kleine österreichische Delegation rund um Doris Mader und den Oberösterreicher Hans Ruep. Mader, die wegen ihrer noch nicht komplett ausgeheilten Schulterprobleme ausschließlich im Einzelbewerb antrat, trumpfte in Vegas voll auf und ließ ihren Gegnerinnen keine Chance. Mit nur 2 Satzverlusten sicherte sie sich ihren mittlerweile zweiten US-Para-Open-Titel vor der US-Amerikanerin Pamela Fontaine.

„Nach dem nicht ganz wunschgemäßen Abschneiden bei den Paralympics in Rio, war es für mich wichtig, die Saison mit einem guten Erfolg zu beenden“, strahlt sie mit ihrer Goldmedaille um die Wette.

BSV-Sektionsleiter Andreas Vevera zeigt sich erfreut über die erreichten Erfolge in dieser Saison: „Ja, Ende gut, alles gut. Unsere Saison war von Verletzungen geprägt, leider erwischte es alle meine vier Spieler einmal. Aber trotzdem war es eine erfolgreiche Saison. Mit fünf Gold-, drei Silber-, und zwei Bronzemedaillen bin ich mit der Ausbeute sehr zufrieden. Leider liefen die Paralympics in Rio nicht nach Wunsch, aber mit dem tollen Sieg von Doris bei den US Open blicken wir zuversichtlich in die nächste Saison. Warten doch viele Turniere auf uns und mit den Mannschafts-Weltmeisterschaften und Einzel-Europameisterschaften gibt es erstmals zwei Höhepunkte in einer Saison. Da greifen wir wieder voll an!“