Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

TOP-THEMA. IRONMAN / Völlig überraschend erklärt Max Renko in Zürich den Rücktritt als Ironman-Profi. Die Triathlon-Kurzdistanz folgt.

VON DANIEL WERTHEIM

Das kam überraschend. Vor zwei Wochen verzichtete der Klosterneuburger Ironman-Profi Max Renko aufgrund eines Virus auf den Start beim Ironman Austria. Die Distanz wollte er vergangenes Wochenende in Zürich nachholen. Bloß, nach nur einem Kilometer im Wasser hörte Max Renko auf zu schwimmen.

„Beim Ironman Zürich heute habe ich das Rennen mental bereits 1.000 m nach dem Start aufgegeben. Vielleicht sogar vor dem Start. Damit bestätigt sich aber nur, was sich tief in mir bereits seit längerem angebahnt hatte: die physische Form so gut wie nie, die Motivation jedoch am Tiefpunkt. Zürich ist mein letzter Ironman gewesen“, eröffnet er seiner Fan-Community auf seinem Blog.

Ab sofort Fokus auf Triathlon  Kurz- und Mitteldistanzen

Die Gründe: Kaum Chancen auf einen Sieg als Profi, keine Lust auf „Platzierungs-Rennen“ nur wegen dem Preisgeld, unattraktive Strecken und vor allem keinen Anreiz durch einen „Slot“ für die Ironman-WM auf Hawaii.

„Ich kann nicht einmal genau sagen, warum ich keine Motivation mehr habe. Das Training macht größtenteils Spaß, die Radform ist bombastisch und normalerweise habe ich mich immer auf meinen Wettkampf-Flow verlassen können, der mir noch einmal 20 Prozent mehr Power gebracht hat. Doch ich finde keinen Spaß mehr an Langdistanzen und eintönigen Rennen“, philosophiert Renko.

Und setzt einen drauf: „Vor dem Rennen fühlte ich – nichts. Keine Anspannung, keine Nervosität, kein freudiges Warten auf den Startschuss. Mir war das Rennen wirklich wurscht. Höchstens, dass ich wieder einmal um 4:00 morgens aufstehen, und vor dem Dixie-Klo Schlange stehen musste, störte mich.“

Ab sofort will er seinen Fokus mehr auf Kurz- und Mitteldistanz verlagern.