Mosquitos Klosterneuburg holen Silber. Die Mosquitos Klosterneuburg müssen sich erst im Finale gegen die Staatsmeister aus Graz geschlagen geben, sind mit ihrer Leistung aber durchaus zufrieden.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 09. Juni 2021 (01:47)
Die jungen Talente der Mosquitos konnten auf ganzer Linie überzeugen. So auch Paul Ressl der hier das Publikum mit einem spektakulären Catch von den Beinen holte.  
Daniel Müllner - desio.at

Die diesjährige Auflage der Staatsmeisterschaften bot einige Herausforderungen für alle teilnehmenden Teams. Ein strenges Sicherheitskonzept und reduzierte Kadergrößen machten noch sorgfältigere Planung als sonst notwendig.

Die Klosterneuburger, die bei der letzten Auflage im Jahr 2019 erstmals das Finale erreichen konnten, hatten sich dennoch hohe Ziele gesteckt, wie Coach Christopher Klambauer erklärt: „Wir wollten wieder unter die besten vier Teams kommen. Erklärtes Ziel war somit der Einzug ins Halbfinale.“

Der einfachste Weg dorthin führte über eine dominante Gruppenphase. Die Poolsieger waren nämlich direkt für die Semfinali gesetzt und ersparten sich somit ein anstrengendes Kreuzspiel, währen die Zweiten und Dritten der Gruppen sich die weiteren Semifinaltickets ausspielten.

„Wir wollten wieder unter die besten vier Teams kommen. Erklärtes Ziel war somit der Einzug ins Halbfinale.“

Die Klosterneuburger starteten gut in ihr erstes Spiel am Freitag und konnten sich gegen die Wiener Mischung deutlich mit 15:5 durchsetzen. Die Offensivabteilung der Mosquitos ließ sich dabei kaum unter Druck setzen und gab keinen einzigen Punkt ab, während die Defensive im Verlauf des Spiels immer mehr Druck aufbauen konnte.

Das zweite Spiel verlief zunächst in ähnlichen Bahnen. Die Ultimate Primates aus Wien konnten mit viel Einsatz überraschen und einige schöne Aktionen abliefern, doch die Klosterneuburger waren zu konstant. Die Offensive blieb erneut nahezu fehlerfrei und auch der Druck in der Defensive blieb weiterhin hoch. Endstand: 14:4 für Klosterneuburg.

Im letzten Punkt des Spiels schlug jedoch der Verletzungsteufel mit voller Härte zu. Innerhalb weniger Sekunden verletzten sich mit Rosmarie Schöfbeck und Aliya Koch zwei wichtige Spielerinnen aus den Reihen der Mosquitos. Doppelt bitter: Durch den Kreuzbandriss von Leni Meister in der Vorbereitung fehlte den Klosterneuburgern ohnehin bereits eine wichtige Spielgestalterin und auch Franziska Baur war am Knie schwer angeschlagen.

Verletzungsteufelschlug kräftig zu

So wurde der Samstag zur Nervenprobe für Spieler und Betreuer, denn mit den Augärtnern aus Graz und Disc Fiction aus Kärnten standen noch zwei schwierige Poolspiele auf dem Programm.

„Wir wollten gut starten und diese Spiele rasch entscheiden, um nicht zu viel Energie liegen zu lassen,“ so der Coach. Trotz starker Gegenwehr der Gegner ging dieser Plan auf. Nach einem 15:8-Erfolg über die Augärtner konnte auch Disc Fiction mit 14:8 bezwungen werden, wobei besonders das Spiel gegen die Kärnter phasenweise spannender war, als der Endstand es vermuten lässt. So zogen die Klosterneuburger direkt ins Semifinale ein und konnten den restlichen Samstag zur Regeneration nutzen.

Am Sonntag bissen die angeschlagenen Spielerinnen die Zähne zusammen und waren wieder einsatzbereit. Das war durchaus notwendig, denn das Semifinale gegen die Zombees aus Wien wurde schnell zu einer hart geführten und äußerst knappen Partie. Die Offensive der Mosquitos, die bis zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Punkt abgab, musste härter arbeiten als in den letzten Spielen und gab diesmal ein paar Punkte ab.

Der Druck der Defensive hielt den Wienern allerdings stand und so zogen die Klosterneuburger mit einem 11:10-Erfolg ins Finale ein. Dort warteten die Serienmeister von Catchup Graz, die im bisherigen Turnier kaum gefordert wurden.

"Teamgeist, Einsatz und Leistung haben absolut gestimmt und wir kommen jedes Jahr näher an die Graz heran"

Das Finale bot einige äußerst sehenswerte Phasen. Die Grazer bestachen mit ihrer Routine und schnellen Punkten. Beim Stand von 10:6 für Graz schien die Partie bereits entschieden, doch die Mosquitos rissen sich a Riemen und holten mit einer starken Phase auf 10:10 auf. Danach waren die Kraftreserven der Klosterneuburger aber erschöpft und die wesentlich erfahreneren Grazer konnten das Spiel am Ende verdient mit 15:10 für sich entscheiden.

„Wir sind auch mit dem zweiten Platz absolut zufrieden. Teamgeist, Einsatz und Leistung haben absolut gestimmt und wir kommen jedes Jahr näher an die Graz heran. Wir freuen uns schon auf die nächste Chance, uns zu matchen,“ meinte Klambauer nach dem Finale.