Corinna Kuhnle verpasste Titel erneut. Im abschließenden Saisonrennen konnte Corinna Kuhnle ihre Weltcupführung nicht verteidigen und muss sich nun mit dem dritten Platz begnügen.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 11. September 2019 (01:33)
Rebekka Anton
Im letzten Lauf der Saisonmusste Corinna Kuhnle sich mit dem zehnten Platz zufrieden geben.

Das Weltcup-Finale der Slalom-Kanuten wurde am vergangenen Wochenende in Prag abgehalten. Für Spannung war gesorgt, da die Top-Kanuten nur durch wenige Punkte von einander getrennt waren und gleichzeitig doppelte Punkte vergeben wurden.

Vor dem Wochenende lag Klosterneuburgs Kanu-Aushängeschild Corinna Kuhnle mit 180 Punkten auf dem ersten Platz der Weltrangliste. Ricarda Funk aus Deutschland rangierte mit 165 Punkten auf dem zweiten Platz, trat allerdings in Prag nicht an. Auch Eva Tercelj aus Slowenien lag mit 165 Punkten nur knapp hinter Kuhnle. Den Weltcup-Gesamtsieg holte sich letzten Endes aber weder Kuhnle noch Tercelj, sondern die Australierin Jessica Fox.

Dabei sah es für Kuhnle nach den Vorläufen noch durchaus gut aus. Bereits im ersten Durchgang konnte die Klosterneuburgerin sich für das Semifinale qualifizieren. Lediglich 2,92 Sekunden betrug ihr Rückstand auf Lokalmatadorin Katerina Kodejova, die den Lauf in 101,84 Sekunden beendete.

Kuhnle und Wolffhardt souverän ins Finale

Nur einen Platz hinter Kuhnle qualifizierte sich übrigens die Tullnerin Viktoria Wolffhardt mit 3,24 Sekunden Rückstand ebenfalls souverän.

Im Semifinale zeigte dann Jessica Fox zum ersten Mal an diesem Wochenende, dass man mit ihr rechnen muss und bewältigte den Lauf am schnellste. Kuhnle landete auf dem achten Platz, mit 3,14 Sekunden Rückstand auf die Australierin. Viktoria Wolffhardt, konnte ihre gute Leistung vom Vortag leider nicht wiederholen und verpasste mit einem Rückstand von 8,43 Sekunden und dem daraus resultierenden 22. Platz den Finaleinzug deutlich.

Früher Fehler kostet Kuhnle den Weltcup

Nach einem guten Start in den Endlauf, verspielte Kuhnle ihre Chancen auf einen Podestplatz relativ früh. Sie kam von der Ideallinie ab, berührte in Folge gleich zwei Tore und kassierte dafür insgesamt vier Strafsekunden. Zu viel, um noch um einen Spitzenplatz zu fighten.

Die Gesamtweltcupsiegerin von 2014 und 2015 beendete den Finallauf schließlich mit 9,16 Sekunden Rückstand auf dem 10. Platz.

Der erste Platz ging an die dreifache Weltmeisterin Jesscia Fox, die Ana Satila aus Brasilien um 2,87 Sekunden auf den zweiten Platz verwies. Dritte wurde Eva Tercelj mit 3,19 Sekunden Rückstand.

„Ich habe mich im Finale eigentlich gut gefühlt, darum sind die Fehler umso ärgerlicher. Nach der ersten Berührung bin ich normal weitergefahren und wollte nicht zu viel riskieren. Bei der zweiten Berührung habe ich dann eine schlechte Linie erwischt und zusätzlich Zeit verloren. Dennoch bin ich gut in Form und schon sehr positiv auf die WM eingestimmt. Ich habe die letzten Rennen immer bewiesen, dass ich vorne mitfahren kann,“ so Kuhnle.

Mit 248 Punkten landete sie im Gesamtweltcup, wie auch im letzten Jahr, auf dem guten dritten Platz.