Corinna Kuhnle konnte Führung knapp verteidigen. Ein sechster Platz reichte für Corinna Kuhnle, um ihre Führung im Gesamtweltcup zu verteidigen. Die Entscheidung fällt am Wochenende beim Finallauf in Prag.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 04. September 2019 (01:47)
Rebekka Anton
15 Punkte Vorsprung hat Kuhnle vor dem Weltcupfinale in Prag auf ihreVerfolgerinnen Ricarda Funk und Eva Tercelj.

Nach der Sommerpause starteten Österreichs Slalom-Kanutinnen am vergangenen Wochenende im deutschen Markkleeberg in den vierten von insgesamt fünf Weltcups und somit in die zweite Hälfte der Saison.

Alle Augen waren dabei auf Corinna Kuhnle gerichtet, die durch ein konstantes Frühjahr das Ranking im Gesamtweltcup anführte. Ihre Ausgangsposition vor dem Wochenende fasste Nationaltrainer Helmut Oblinger zusammen: „Jetzt heißt es, sich eine gute Ausgansposition für das Weltcupfinale in Prag zu schaffen.“

Dass ihre Form im Moment stimmt, die Höfleinerin bereits im Vorlauf zeigen. Trotz zweier Penaltys betrug ihr Rückstand auf die Führende Ricarda Funk, die auf ihrer Heimstrecke erneut unschlagbar wirkte, lediglich 8,56 Sekunden. Auch die Tullnerin Viktoria Wolffhardt, die neben dem Kajak auch im Canadier am Start war, konnte sich bereits im ersten Vorlauf qualifizieren.

Im Semifinale unterliefen Kuhnle dann erneut zwei Torberührungen, die ihr wieder vier Strafsekunden bescherten. Trotzdem betrug ihr Rückstand auf Funk nur 5,69 Sekunden. Während Wolffhardt mit 9,14 Sekunden Rückstand im Semifinale ausschied, konnte sich Kuhnle mir ihrem sechsten Platz locker für das Finale qualifizieren.

In diesem blieb sie erneut nicht fehlerfrei und musste gleich beim zweiten Tor zwei Strafsekunden akzeptieren. Der restliche Lauf war allerdings solide und mit 7,44 Sekunden Rückstand belegte Kuhnle auch im Finalranking den sechsten Platz. „Die Form passt gut, im Finale habe ich mehrere kleine Fehler gemacht, die viel Zeit gekostet haben. Ricarda Funk ist auf ihrer Heimstrecke fast unschlagbar, aber alle anderen wären machbar gewesen,“ meinte Kuhnle.

Die Entscheidung im Gesamtweltcup folgt am kommenden Wochenende beim Abschlussbewerb in Prag , wo gleich doppelt Punkte vergeben werden.