Peter Karas ist mit fast 60 noch immer am (Hand-)Ball. Peter Karas führt mit 58,5 Jahren die zweite Mannschaft der Korneuburger an und hütet noch immer das Tor.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 25. September 2019 (01:50)
„Oldie but Goldie“: Korneuburgs Goalie Peter Karas.
privat

Am Sonntag ging auch für die zweite Mannschaft der Union Sparkasse Korneuburg die Saison los, und zwar mit einem 29:19 in Eggenburg. Nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison soll es eine ähnliche Platzierung für die Bezirkshauptstädter geben. In der routinierten Mannschaft mit einem Schnitt von sicherlich über 40 Jahren ragt ein Spieler heraus: Peter Karas.

Mit 58,5 Jahren ist er nicht nur der älteste Spieler, sondern noch immer einer der Leistungsträger. „Obwohl das wahrscheinlich meine letzte Spielzeit als aktiver Spieler wird“, wie er verriet, nur um gleich zu relativieren: „Wahrscheinlich (lacht).“ Der Grund ist schnell erklärt: „In meinem Alter gibt es kaum ein Gelenk, das nicht beleidigt ist. Wenn ich nach einem Match in meinem Haus einen Stock rauf oder runter gehe, dann ist das kein Spaß.“

Seine Karriere war wahrlich lange: Nach Engagements in Krems und Tulln in der HLA sowie mit Perchtoldsdorf und Gänserndorf in der damaligen B-Liga sowie zuletzt in der zweiten Mannschaft der Fivers Margareten kehrte Karas 2016/17 zu seinem Stammverein zurück, wo er mit neun Jahren begann.

Mit Gerhard Albrecht war er anno dazumal übrigens „der erste Korneuburger Spieler, der in die höchste österreichische Liga, damals Staatsliga A, nach Krems wechselte“, wie der Korneuburger stolz be richtet. Viele Jahre im heimischen Spitzenhandball inklusive Europa pokal folgten. Pa rallel dazu ist Karas seit 2006 Torhüter und Kapitän der österreichischen Ver tretung bei den seitens der EHF (Anm.: Europäische Handball Federation) veranstalteten Europameister schaften für Senioren.