Der Stockerauer Erfolgstrainer ist Geschichte. Die Stockerauer WHA-Damen und Trainer Karsten Schneider gehen getrennte Wege.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 13. Mai 2020 (03:33)
Gibt nicht mehr die Kommandos an der Stockerauer Seitenlinie: Trainer Karsten Schneider kehrt nach Deutschland zurück.
Robert Simperler

Knalleffekt bei den WHA Damen des UHC Müllner Bau Stockerau: Erfolgstrainer Karsten Schneider, mit dem die Lenau städterinnen im Frühjahr 2018 mit dem österreichischen Cupsieg den größten Erfolg in der Vereinsgeschickte feierten, hörte mit Anfang Mai auf.

Was sind die Gründe? Erstens wollte der gebürtige Deutsche aufgrund der Coronakrise so rasch wie möglich zurück in die Heimat, auch weil er eine Tochter in Berlin hat. Zweitens haben drei Jahre (seit Sommer 2017) engagierte Trainertätigkeit beim UHC auch (gesundheitliche) Spuren hinter lassen. Und drittens war es Zeit für neue Impulse – oder wie es Sportdirektor Wolfgang Kaindl ausdrückt: „Es war Zeit für einen gemeinsamen Schlussstrich. Ich kann seine Beweggründe schon verstehen.“

Nachfolger gibt es noch keinen, er soll laut Kaindl aber bis Ende Mai feststehen. Selbiges gilt für den Kader, wenngleich ein Umstand Kaindl sauer aufstößt: „Was mich irritiert, ist die Tatsache, dass meine Mädels in dieser Krisenzeit von anderen Vereinen angerufen werden, um sie uns abspenstig zu machen. Das finde ich – gelinde gesagt – fragwürdig.“