Christian Magadits lief 24 Stunden durch. Christian Magadits (47) aus Enzersfeld holte wie im Vorjahr den Sieg beim Lauf-Event „Race Across Burgenland“. Jetzt träumt er von einem Extremlauf im Death Valley.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 05. September 2018 (02:30)
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Daumen hoch! Christian Magadits war nicht zu stoppen.
zVg

Der Enzersfelder Christian Magadits hat es wieder geschafft: Zum zweiten Mal nach 2017 gewann der 47-Jährige das „Race Across Burgenland“, die härteste Nonstop-Laufveran staltung Österreichs von Kittsee im Norden bis nach Kalch im Süden. Er siegte in 24:21:46,0 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,9 km/h.

Die 218 Kilometer waren ohne Pause unter härtesten Be dingungen zu bewältigen. Bei zeitweise starkem Regen und Finsternis waren die 16 Läufer mehr als 24 Stunden ohne Unterbrechung unterwegs. Nur wer dem Regen eine deutliche Kampfansage machte, konnte den niedrigen Temperaturen, der Müdigkeit und der Erschöpfung, die sich nach mehr als fünf (!) Marathons am Stück einstellte, trotzen.

Einige Athleten mussten daher nicht nur den Strapazen des Laufs, sondern auch dem kalten Wetter Tribut zollen – nicht so Magadits, der in 24:21 Stunden eine neue Fabelzeit aufstellte. Dementsprechend glücklich war der Läufer des Wiener Vereins „Freunde des Laufsports“ im NÖN-Gespräch: „Das Rennen war brutal schwer. Durch den Dauerregen am Ende war ich nicht sicher, ob ich es wirklich ins Ziel schaffen würde. Ein Wahnsinn.“ Was war das Erfolgsrezept? „Die Kombination aus einem großartigen Betreuerteam, meiner körperlichen Fitness, einem harten Trainingsprogramm, sensationeller Willensstärke und einer verständnisvollen Frau (lacht).“

„Weil es mich reizt und mich der Ultralauf-Virus gepackt hat.“Christian Magadits auf die Frage, warum er solche Distanzen läuft

Trotz aller Widrigkeiten erreichte der Extremsportler die achtbeste Laufzeit seit Anbeginn des Lauffestivals. Zweiter wurde Magadits’ Vorbild. der ungarische Ultrasportler Janos Zahoran. Mit 58 Jahren war er mit Abstand der älteste Läufer.

Wer jetzt denkt, eine härtere Herausforderung gibt es nicht mehr, der irrt. Magadits hat für 2019 ein ganz großes Ziel: den Badwater-Ultramarathon 2019. Dieser zählt zu den härtesten Ultramarathons der Welt. Die 135 Meilen (217,26 km) lange Strecke führt von Badwater im
Death Valley bis zum Whitney Portal auf 2.530 Metern Höhe am Mount Whitney in Kalifornien. Er findet meist im Juli statt, wo regelmäßig Temperaturen von über 50 Grad (!) gemessen werden.

Warum sich das der Enzersfelder antut? „Weil es mich reizt und mich der Ultralauf-Virus gepackt hat (lacht).“ Teilnehmen kann nur, wer eine Einladung erhält. Die Bewerbungsfrist beginnt Anfang nächsten Jahres, der Bewerb selbst findet dann im Juli 2019 statt.