Enzersfelder Christian Magadits bei Ultramarathon dabei. Ultraläufer Christian Magadits (47) aus Enzersfeld nimmt am Badwater Ultramarathon teil, dem wohl härtesten Lauf der Welt.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 10. Juli 2019 (01:55)
privat
Daumen nach oben. Christian Magadits mit seiner Tochter Gundi, die ihrem Papa von zu Hause unter-stützen wird.

Laufen bei 50 Grad – das macht nur ganz hart gesottenen Ausdauersportlern Spaß. So wie dem Enzersfelder Christian Magadits, der in der Nacht von Sonntag auf Montag beim berühmt-berüchtigten Badwater Ultramarathon in Kalifornien startet (Anm.: die NÖN berichtete), dem nicht nur laut Eigendefinition härtesten Lauf der Welt – übrigens als einziger Österreicher und erster seit 2011.

Wie verliefen die letzten Wochen der Vorbereitung? „Gut“, fasst Magadits kurz und knackig zusammen. Er konnte im Juni 160 Kilometer pro Woche zurücklegen, mit einigen Physio-Einheiten dazwischen. Dabei kam ihm das heiße Wetter, unter dem das ganze Land stöhnte, sogar entgegen: „Für mich ein Glücksfall, so habe ich ideale Simulationsbedingungen vorgefunden.“ – drohen dem Weinviertler doch unglaubliche Strapazen im Death Valley, mit einem Maximum von 46 Grad. „Nur in der Hölle ist es wohl heißer“, schmunzelt Magadits.

  „Es gibt nur ein Ziel, nämlich das Ziel. Aufgeben kenne ich nicht.“, Christian Magadits will sich durchbeißen

  Am Montag flog er nach Los Angeles, wo im Laufe der Woche sein Begleitteam mit einem Mechaniker aus Enzersfeld nachfolgt – inklusive zweier Fahrzeuge, die ihm sein Arbeitgeber OMV zur Verfügung stellten. Am Mittwoch geht es dann direkt nach Badwater und Umgebung, wo noch ein paar Läufe zum Akklimatisieren folgen. „Die Aufregung steigt von Minute zu Minute“, gibt der Enzersfelder zu.

Das größte Problem wird der Flüssigkeitsverlust sein, den es auszugleichen gilt. „Aber mehr als ein bis eineinhalb Liter pro Stunde geht nicht“, weiß Magadits. Übrigens werden die Läufer in regelmäßigen Abständen gewogen und aus dem Bewerb genommen, wenn sie zuviel Gewicht verlieren. Für Magadits keine Option: „Es gibt nur ein Ziel, nämlich das Ziel. Aufgeben kenne ich nicht. Nur eines ist bei allem Ehrgeiz schon klar: Das Leben ist wichtiger, das vergesse ich nicht.“