„Lauf meines Lebens“: Magadits bei Ultramarathon dabei. Christian Magadits (47) löste das Ticket für den Badwater-Ultramarathon im Death Valley, den härtesten Lauf der Welt.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 27. Februar 2019 (02:32)
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Bereit für den Badwater-Ultramarathon: Christian Magadits.

Eine erfreuliche Nachricht gab es vor kurzem für den Enzersfelder Extremläufer Christian Magadits: Er bekam eines der heiß begehrten Tickets für den Badwater-Ultramarathon 2019, die inoffizielle Weltmeisterschaft der Ultraläufer in den Vereinigten Staaten. Die 135 Meilen (Anm.: 217,26 Kilo meter) lange Strecke führt von der Wüste in die Berge – unter extremen Bedingungen, so werden regelmäßig Temperaturen von über 50 Grad (!) gemessen.

Aufgrund dieser Begeben heiten werden die teilnahmewilligen Läufer streng ausgewählt. „Man benötigt beispielsweise eine bestimmte Anzahl an Läufen über bestimmte Distanzen, dazu ärztliche Atteste und so weiter“, erklärt der 47-jährige Magadits. „Aber als ich die Einladung bekommen habe, war mir klar: Ich muss dort hin.“ Er ist damit der erste Österreicher seit acht Jahren! „Das wird der Lauf meines Lebens.“

„Da muss man sich zwingen, dafür habe ich mein Betreuerteam mit“

Jetzt bleiben nur mehr knapp fünf Monate, um topfit in die Wüste zu reisen. „Aktuell trainiere ich über den Winter ca. 100 Kilometer pro Woche, jetzt steigere ich mich und schaue, dass ich auf maximal 180 komme. Ganz wichtig wird auch sein, viel in der Sonne unterwegs zu sein“, erklärt Magadits. Von Trainingsmethoden einiger anderer Teilnehmer wie Rad fahren in der Sauna, um sich an die Temperaturen zu gewöhnen, hält Magadits nichts: „Da kommst du schon dehydriert an, bevor der Wettkampf überhaupt beginnt.“

Stichwort Dehydrierung: Trinken wird der Schlüssel zum Erfolg sein, wenn der Weinviertler finishen will. „In der Wüste sollte man in der Stunde über einen Liter trinken. Der Körper muss aber erst lernen, diese Flüssigkeitsmenge zu verarbeiten. Da muss man sich zwingen, dafür habe ich mein Betreuerteam mit.“ Zwei oder drei Mann von seinem Verein „Freunde des Laufsports“ aus Wien werden Magadits begleiten, um ihn zu unterstützen.

Grundsätzlich ist der Sieger des „Race Across Burgenland“ 2017 und 2018, dem härtesten Nonstop-Laufevent Österreichs, nicht hitzeempfindlich: „Ganz im Gegenteil, ich war erst am Samstag laufen und da hat mir die Kälte mehr zugesetzt (lacht).“