Zugestochen! Beatrice Kudlacek fährt doch noch zur EM

Erstellt am 18. Mai 2022 | 02:37
Lesezeit: 3 Min
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Fokussiert und hoch konzentriert: So präsentiert sich Beatrice Kudlacek von der Fechtgilde Stockerau und löste somit das Ticket für die U23-EM.
Foto: FIE
Happy-End für Stockerauerin Beatrice Kudlacek: Im letzten Jahr in der U23 gelang endlich der Sprung zur Großveranstaltung.
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Auch der internationale Fechtsport nimmt wieder Fahrt auf. Aus heutiger Sicht sollten die Europameisterschaften der Altersklasse Unter-23 Ende Mai im estnischen Tallinn genauso statt finden wie die EM der allgemeinen Klasse drei Wochen später im türkischen Antalya.

In ihrem letzten Jahr in der U23 scheint somit auch der Stockerauerin Beatrice Kudlacek endlich die Teilnahme an den U23-Titelkämpfen vergönnt zu sein. Kudlacek war zwar auch in den vergangenen Jahren für die Titelkämpfe qualifiziert, Corona-bedingt fanden diese allerdings nicht statt. „Auch in diesem Jahr schien es lange nicht klar zu sein, ob sie tatsächlich stattfinden würden. Mittlerweile ist die Abhaltung aber bestätigt, die Flüge sind gebucht und ich freue mich schon drauf“, so Kudlacek, die sowohl im Einzel als auch in der Florettmannschaft an den Start gehen wird.

Gleich beim ersten Antreten klappte es

Dabei verlief die Qualifikation in diesem Jahr etwas turbulent für die 22-jährige Weinviertlerin: Nachdem ewig lange keine U23-Turniere stattfanden, war es Ende März dann soweit und die beiden einzigen U23-Florettbewerbe der Saison wurden in Budapest und Brünn abgehalten. Dort konnte das Aushängeschild der Fechtgilde Stockerau bereits beim ersten Turnier in Budapest die Qualifikationsrichtlinien des österreichischen Verbandes erfüllen, was insofern wichtig war, weil sie dann das Turnier in Brünn krankheitsbedingt auslassen musste. Auch in der allgemeinen Klasse kam die Stockerauerin nach einer längeren Durststrecke zuletzt wieder gut in Fahrt.

Ein starker Auftritt im deutschen „Fecht-Mekka“

Die Vorrunde zu überstehen, war bei den Weltcupturnieren im serbischen Belgrad und im deutschen Tauberbischofsheim, dem Mekka des deutschen Fechtsports, kein Problem. Das große Ziel, die Qualifikation für die Direktausscheidung bei knapp 200 Startern, gelang zwar noch nicht ganz, aber sie schien bereits wieder zum Greifen nahe. Als Vierte der österreichischen Rangliste in der allgemeinen Klasse stehen auch hier die Chancen auf eine Teilnahme an Welt und Europameisterschaft recht gut.

Beim letzten Mannschaftsbewerb, ebenfalls in Tauber bischofsheim, setzte Kudlacek mit der Damenflorettnationalmannschaft zudem ein Ausrufezeichen: Einem Sieg gegen Singapur folgten zwar Niederlagen gegen die USA und – sehr knapp – gegen Hong Kong, doch abschließende Erfolge über Chile und die Fecht-Großnation Ungarn bedeuteten Rang 13. Somit belegt Österreich in der Weltrangliste Platz 16, was für die Mannschaft die Qualifikation bedeutet.