Gangl und der große Traum von Tokio. Nina Gangl (15) aus Spillern ist der „Shootingstar“ der heimischen Szene und will zu den Olympischen Spielen 2020.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 09. Oktober 2019 (01:43)
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Hat gut lachen: Schwimm-Top-Talent Nina Gangl.

Sie zählt zu DEN Entdeckungen der österreichischen Schwimmszene im Jahr 2018: Nina Gangl. Die 15-Jährige aus Spillern wurde Vierte bei der Junioren-EM in Russland und Fünfte bei der Nachwuchs-WM in Ungarn, zudem räumte die Kraulexpertin (Anm.: vor allem 50 und 100 Meter) ihre ersten Staatsmeistertitel ab.

Wie beurteilen Sie das abgelau fene (Sport-)Jahr?
Nina Gangl: Einfach überragend. Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich vom ASV 2000 Stockerau in das Leistungszentrum Südstadt und zur SU Mödling gewechselt bin, aber ich bin überrascht, wie schnell das alles funktioniert hat. Das professionelle Umfeld tut mir einfach gut.

Dieser Leistungssprung macht natürlich Lust auf mehr. Gehen sich die Olympischen Spiele 2020 in Tokio noch aus?
Daran denke ich nicht, aber mein Trainer sagt, dass das Limit möglich ist. Meine Bestzeit über die 50 Meter liegt bei 25,30 Sekunden, für Olympia bräuchte ich 24,77. Mir fehlen aktuell also 53 Hundertstel, das ist nicht unrealistisch.

Abgesehen davon, was ist für das erste Halbjahr 2020 geplant?
Die Kurzbahn-Europameisterschaft in Glasgow und die EM der allgemeinen Klasse in Budapest sind zwei weitere Fixpunkte in meinem Kalender. Dort in ein Semifinale zu kommen, wäre schon ein Traum. Dafür werde ich alles in die Waagschale legen.

Wie bereiten Sie sich auf die zukünftigen Aufgaben vor?
Mit sehr viel Training (lacht). Ich habe pro Woche zehnmal Schwimm-, viermal Krafttraining und einmal Yoga.

Mein Plus ist sicherlich die Explosivität und Schnelligkeit

Stichwort Training: Wie würden Sie eigentlich Ihre Stärken und Schwächen charakterisieren?
Mein Plus ist sicherlich die Explosivität und Schnelligkeit, dafür habe ich ein Minus beim Startsprung.

Wie sehr ist der Schwimmsport Priorität Nummer eins in Ihrem Leben?
Für mich ist es ganz einfach: Solange ich Spaß am Schwimmen habe, werde ich es machen. Momentan lege ich meinen ganzen Fokus darauf.