Snowboard-Ass Pachner: Immer diese Verletzungen. Der Großrußbacher Lukas Pachner (28) stürzte nach einer starken Vorbereitung schwer, war zum Start der neuen Weltcupsaison wieder fit, um danach wieder auszufallen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 24. Dezember 2019 (02:37)
Höhenflug? Lukas Pachner will in dieser Saison unter die besten Snowboardcrosser der Welt.
ÖSV

Auch wenn es die derzeitigen Witterungsverhältnisse nicht vermuten lassen, auch die Snowboarder fingen vor Kurzem mit der Weltcupsaison 2019/ 2020 an. Im Kreis der rot-weiß-roten Asse befindet sich auch der gebürtige Großruß bacher Lukas Pachner, dessen Spezialdisziplin der Snowboardcross ist. Die beiden Auftakt bewerbe im heimischen Montafon (Vorarlberg) und im italienischen Cervinia verliefen für den 28-Jährigen allerdings nicht ganz nach Wunsch.

Zunächst kam für Pachner beim Heim-Weltcup in Vorarlberg als 37. das Aus schon in der Qualifikation. Danach lief es am Wochenende vor Weihnachten im italienischen Aostatal noch schlechter, da der Großrußbacher wegen einer Bauchmuskelverletzung gar nicht erst starten konnte.

Glücklich auf Schnee. Pachner ist wieder zurück.
ÖSV/Wieser

Ein Mitgrund für den wenig zufriedenstellenden Auftakt war sicherlich ein Trainingssturz in Saas-Fee in der Schweiz Ende Oktober. Dort zog sich der Weinviertler eine Gehirnerschütterung samt Schleudertrauma zu, und er bekam erst kurz vor dem ersten Weltcuprennen grünes Licht von den Ärzten, wieder wettkampfmäßig zu fahren. „Das war insofern bitter, weil ich einen guten Sommer hinter mit hatte, gut in Form war und auch meine Hüftverletzung (Anm.: schwerer Sturz samt OP im Frühjahr 2018) überhaupt nicht mehr spürte“, seufzte Pachner.

Was ihn besonders wurmte, war die Tatsache, dass das Event im Montafon in Ermangelung eines Großereignisses wie WM oder Olympische Spiele eines der Saisonhighlights war. „Nur, so ehrlich bin ich schon, die ganze Strecke liegt mir ohnehin nicht, weil sie für mich zu kurz ist – Sturz hin oder her.“ Trotz des nicht so erfreulichen Starts hat der Olympiateilnehmer von Pyeongchang 2018 klare Ziele: „Top Ten in der Gesamt wertung, Podestplätze und vielleicht ein Weltcupsieg.“ An Selbstvertrauen mangelt es ihm nicht: „Angeschossene Tiere sind die Gefährlichsten (lacht).“

Wie geht’s weiter? Nach den Weihnachtsfeiertagen fliegt Pachner mit dem ÖSV-Team nach Kanada, wo Ende Jänner in Big White der nächste Snow boardcross-Bewerb stattfindet.