Handball: Gemeinsam in die Zukunft. Die beiden höchsten Spielklassen des Landes bei den Herren, die HLA und die Bundesliga, haben sich zusammengeschlossen. Davon will auch Korneuburg profitieren.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. August 2018 (02:00)
Union
Herzlich willkommen in Korneuburg: Anton Kasagranda (links) mitUnion-Vorstandsmitglied WolfgangDietrich.

Ein neues Kapitel in der Geschichte des österreichischen Handballsports wurde unter Dach und Fach gebracht: Bei der Generalversammlung der HLA sind die Beschlüsse zur Zusammenlegung der beiden höchsten Spielklassen im österreichischen Männerhandball gefasst worden. Durch die Neu benennung der beiden Ligen wird die spusu Handballliga Austria zur spusu Liga und die Handball-Bundesliga mit der Union Sparkasse Korneuburg zur spusu Challenge.

Was bedeutet das konkret, ganz besonders für die Korneuburger? Die beiden neuen Ligen haben sich durch die Beschlüsse in den Bereichen Struktur, Vorstand und Management zusammengeschlossen. Das Hauptaufgabengebiet liegt weiter bei der Produktentwicklung der Ligen sowie der Vermarktung und Medialisierung. „Eine gemein same Ausrichtung, und der Zusammenschluss der beiden höchsten Spielklassen ist seit Jahrzehnten in vielen Köpfen verankert. Einen Haupt- und Titelsponsor für beide Ligen zu finden ist ein starkes Zeichen auf dem österreichischen Sportwirtschaftsmarkt“, freut sich Thomas Berger, der Geschäftsführer der beiden neu be nannten Spielklassen.

Matthias Keusch, der Korneuburger Sektionsleiter, sieht das ähnlich: „Da wurde ein großes Paket geschnürt, das dem Handball viel Geld bringt. Am Anfang ist es aber eine Bringschuld von uns Vereinen, dass wir uns auch auf professionellere Beine stellen, aber in Zukunft hoffen wir schon, davon auch finanziell zu profitieren und ein Stück vom Kuchen zu bekommen.“

So brauchen die Bezirkshauptstädter beispielsweise so genannte Scouts, die Spieler- und Spielstatistiken während der Spiele in Echtzeit erheben. Und vielleicht gibt es im Laufe der Saison auch Live-Übertragun-gen aus Korneuburg von
Laola1.at-TV. „Auf jeden Fall freuen wir uns auf diese neue Ära. Nur eines ist klar, absteigen dürfen wir jetzt nicht mehr“, weiß Keusch. „Jetzt trennt sich in Österreich die Spreu vom Weizen.“

Dazu passend gab die Union zum Trainingsstart letzte Woche auch den ersten Neu zugang bekannt: Anton Kasa granda kommt vom UHC Gänserndorf und soll die rechte Seite beackern. Der knapp 190 cm große Legionär aus der Slowakei ist Linkshänder und bringt mit seinen 31 Jahren auch die not wendige Routine mit. Keusch: „Er kann sowohl am Aufbau
als auch am Flügel eingesetzt werden.“