Elisabeth Keiml (59): Dank der Söhne zum EM-Titel. Die Stockerauerin Elisabeth Keiml (59) holte sich bei den Europameisterschaften der Masters in Ungarn nicht nur die Goldmedaille, sondern stellte auch neue Rekorde auf.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 13. März 2019 (02:15)
privat
Präsentiert stolz ihre Medaillen mit der österreichischen Flagge: dieSto-

Der FAC Gitti-City aus Stockerau ist nicht nur für seine starken Gewichtheber bekannt, sondern auch für seine tollen Kraftsportler – wie Elisabeth Keiml, die bei den Europameister schaften der Masters im Powerlifting (Anm.: so wird der Kraftdreikampf international bezeichnet) im ungarischen Györ auf zeigte, mit ihren Leistungen für Staunen sorgte und neue Bestmarken aufstellte.

In der Klasse Masters III holte sich Keiml nicht nur in ihrer Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm Gold, sondern führte auch überlegen die Punktewertung aller Masters-III- Athletinnen an. Sie durfte sich daher stärkste Europäerin in dieser Altersklasse nennen. 115 kg in der Kniebeuge bedeuteten überdies Europarekord, mit 145 kg Kreuzheben stellte sie zudem sensationell einen neuen Welt rekord auf. 67,5 kg Bankdrücken komplettierten diesen fabelhaften Wettkampf.

„Es war schon schön, einmal ganz oben zu stehen und die Hymne zu hören.“Elisabeth Keiml überkamen die Emotionen auf dem obersten Siegertreppchen in Györ

Keiml war danach sprachlos: „Aufgrund der Nennliste habe ich gewusst, dass meine Chancen gut sind. Aber die Rekorde waren absolut überraschend.“ Neben einem Vizeweltmeister titel und mehreren österreich ischen Meistertiteln war es der bisher größte Erfolg der 59-jährigen Stockerauerin. Dabei ist die Weinviertlerin ja Quereinsteigerin, wie sie der NÖN verriet: „Ich bin erst die 13 Saison dabei, kam über einen Gutschein, den mir meine Söhne geschenkt haben, in die Gitti-City.“

Eigentlich wollte sie sich dort nur fit halten und einige Kurse besuchen, ehe sie der dortige Cheftrainer Herbert Schandl für den Kraftsport entdeckte. „Er hat gemeint, dass ich dafür prädestiniert bin und ob ich es nicht versuchen will. Da habe ich es probiert und es macht mir heute noch immer Spaß“, ist Keiml nach wie vor begeistert.

Seitdem trainiert sie viermal die Woche in der Gitti-City und hat noch große Ziele: „Dieses Jahr stehen noch österreichische und niederösterreichische Meisterschaften auf dem Programm und in den nächsten Jahren warten noch weitere internationale Titelkämpfe. Weil es war in Györ schon schön, einmal ganz oben zu stehen und die Hymne zu hören. Das war ein emotionaler Moment.“