Sportakrobatik: Höhenflüge für drei Karnabrunner Schwestern

Erstellt am 10. August 2022 | 02:15
Lesezeit: 3 Min
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Drei Schwestern für ein Halleluja: Nia, Malou und Coralie Rosifka (von links) zeigen stolz einen Teil ihrer Medaillen aus den letzten Wochen und Monaten.
Foto: privat
Nia, Coralie und Malou Rosifka setzten sich an die Spitze der heimischen Sportakrobatik und des Cheerleadings.
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Könnten Sie sich vorstellen, jeden Tag von Wien nach Lienz in Osttirol zu fahren? Nein? Verständlich. Für Pamela Rosifka aus der Großrußbacher Katastralgemeinde Karnabrunn ist das allerdings eine Alltäglichkeit, legt sie doch fast jeden Tag knapp 400 Kilometer zurück, um ihre sechs Kinder zum Sport zu bringen – vor allem ihre drei Mädels Nia, Coralie und Malou, die sich in den letzten Monaten und Jahren an die Spitze der heimischen Sportakrobatik und des Cheerleadings raufgearbeitet haben.

Diesen Sommer gab es bisher einiges zu bejubeln: So holte die 13-jährige Nia Rosifka mit ihrer Partnerin Katharina Heigl bei den österreichischen Meisterschaften in der Sportakrobatik Juniorenklasse II den tollen dritten Platz für das LZ Krems. Die elfjährige Malou Rosifka schaffte mit Partnerin Livia Haizinger in der Sportakrobatik Jugendklasse I sogar den Vizemeistertitel, ebenfalls für das LZ Krems.

Highlight: Bronze bei EM in Griechenland

Da wollte Nias Zwillingsschwester Coralie Rosifka um nichts nachstehen und holte mit ihrem Cheerleaderteam der Danube Dragons, den Unique Dragons, den österreichischen Meistertitel in der Kategorie Junior Allgirl Level V.

Das war aber noch nicht die Krönung, denn Coralie nahm im Juli mit ihren Mädels der Unique Dragons noch an der Europa meisterschaft im griechischen Athen teil. Dort erkämpften sich Rosifka und Co. nicht nur den Finaleinzug gegen die europäischen Top-Teams – unter anderem Finnland oder Norwegen –, sondern holten am Ende Platz drei und damit die Bronzemedaille.

Der Weg dorthin war für die drei Schwestern fast schon vorgezeichnet: In einem Haushalt aufgewachsen, wo schon die Mutter Leistungssportlerin, eine Stabhochspringerin, war und der Vater ein guter Fußballer, drehte sich alles um den Sport. „Wir wollten, dass die Mädels so viel wie möglich ausprobieren und dann ihren Sport finden“, erinnert sich Pamela Rosifka, „auch weil ich finde, dass Sport die beste Lebensschule ist.“

So kamen die drei eines Tages zum Cheerleading und waren begeistert, allerdings entdeckten Nia und Malou dann in weiterer Folge die Sportakrobatik, während Coralie Feuer und Flamme in Sachen Cheerleading war. „Dabei war mein Plan, dass alle drei Mädels denselben Sport machen, damit ich nicht so viele unterschiedliche Wege machen muss. Falsch gedacht“, nimmt es die Mutter mittlerweile mit Humor.

Auch LAZ Stockerau kennt die Rosifkas

Die Rosifka-Schwestern sind übrigens auch gute Fußballerinnen, sie waren auch im LAZ Stockerau. „Das war ein guter Ausgleich und wertvoll in Sachen Ausdauer. Aber heute sind sie nur mehr selten am Fußballplatz anzutreffen. Wir sind generell ein wilder Haufen“, schmunzelt Rosifka, die vor allem von der Energie ihrer Mädels begeistert ist.

Stichwort Energie: Neben den vielen Kilometern ist der Sport auch eine ganz schöne finanzielle Belastung, den die Familie aber gerne in Lauf nimmt: „Das ist bei uns ein Generationending. Schon meine Eltern haben mir den Sport ermöglicht, so will ich es auch mit meinen Kindern machen“, stellt Pamela Rosifka klar und fügt grinsend hinzu: „Aber zu einem kleinen Lottogewinn würde ich nicht Nein sagen (lacht).“