Andreas Vojta glückte die Generalprobe für die EM

Der Gerasdorfer Andreas Vojta zeigte bei den Crosslauf-Staatsmeisterschaften seine Klasse.

Erstellt am 24. November 2021 | 02:52
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V wie Victory! Andreas Vojta (r.) setzte sich im spannenden Langstreckenbewerb knapp vor Manuel Innerhofer durch (l.). Mit dem Sieg über die Kurzstrecke komplettierte er das Double bei diesen Crosslauf-Staatsmeisterschaften.
Foto: ÖLV/Alfred Nevsimal

Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk machte sich Andreas Vojta: Der 32-jährige Gerasdorfer sicherte sich bei der Crosslauf-Staatsmeisterschaft in Graz sowohl den Titel auf der Lang- als auch auf der Kurzstrecke. Auf der anspruchsvollen Strecke am Universitätssportzentrum am Rosenhain demoralisierte der Weinviertler die Konkurrenz.

Im Langstreckenrennen der Männer über die Distanz von 9.780 Metern und mit einer Höhendifferenz von 230 Metern entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen Vojta und Titelverteidiger Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau), dem die schwierige und abwechslungsreiche Crosslauf-Strecke in der steirischen Landeshauptstadt entgegenkam. Die beiden liefen in der ersten Hälfte gemeinsam mit Dominik Jandl (SVS Leichtathletik), am Ende Vierter, und Bronzemedaillengewinner Markus Hartinger (LTV Köflach) in einer Spitzengruppe, die mit einem hohen Tempo das Rennen eröffnete.

Entscheidung fiel auf der Zielgeraden

In der fünften von sechs Runden übernahm der favorisierte Vojta die Führung, doch der als Kämpfertyp bekannte Pinzgauer krallte sich in Vojtas Rücken fest.

Ich habe mich für einen Doppelstart entschieden, um das Laktat einmal hochzutreiben.“
Andreas Vojta Gerasdorfer Lauf-Ass.

„Ich habe versucht, immer auf Zug zu bleiben und auf jenen Streckenpassagen, die mir entgegenkamen, das Tempo hochzuhalten, dafür in den Passagen mit den engen Kurven achtsam zu laufen und auf Attacken vorbereitet zu sein“, erzählte der Sieger. Zur Attacke des Salzburgers kam es nicht, die Entscheidung musste im Endspurt fallen. Vojta kam mit besserem Schritt aus dem knackigen Anstieg hinauf zur Zielgerade und verteidigte seinen kleinen Vorsprung.

„Insgesamt ist es sehr gut gelaufen, ich bin sehr zufrieden. Sowohl die schwierige Strecke als auch die Leistung von Manuel waren heute eine große Herausforderung für mich. Auf diese Weise kommt die Wettkampfhärte zu meiner guten Grundlage aus dem Training hinzu und ich finde, dass ich einen sehr wichtigen Schritt Richtung Crosslauf-EM gesetzt habe“, so Vojta.

Der Weinviertler startete 75 Minuten zuvor auch über die Kurzstrecke und lieferte sich über die Distanz von 3.670 Metern zwei von drei Runden lang ein Duell mit Mario Bauernfeind (KUS ÖBV Pro Team) um die Führung, die mehrfach je nach Streckenpassage wechselte. Sebastian Frey (DSG Wien), der seine starke Verfassung drei Wochen vor den Crosslauf-Europameisterschaften in Dublin unter Beweis stellen konnte, folgte den beiden mit wenigen Metern Abstand.

Bereits der 45. (!) Titel für den Paradeläufer

Im Finale konnte sich Vojta von Bauernfeind lösen und lief in einer Zeit von 11:04 Minuten einem sicheren Erfolg entgegen. „Ich habe mich für einen Doppelstart entschieden, um das Laktat einmal hochzutreiben und freue mich, dass ich den Wettkampf gewinnen konnte“, fasste der Gerasdorfer zusammen, der der kleinen Runde, die auf der Langdistanz nicht mehr auf dem Programm stand, mehr Vorliebe schenkte als der langen Runde mit den vielen engen Kurven, Bremsmanövern und Beschleunigungsphasen.

Der 32-Jährige feierte in Graz die Staatsmeistertitel 44 und 45 im Crosslauf Nummer drei und vier. 2021 bleibt damit ein absolutes Erfolgsjahr ...