Gerasdorfer Vojta Bester bei den Balkanmeisterschaften. Andi Vojta siegte bei der ersten Teilnahme an den Balkanmeisterschaften.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 19. Februar 2020 (02:42)
Da schau her! Andreas Vojta war bei den Balkan-Meisterschaften in Istanbul über die 3.000-Meter eine Klasse für sich und gewann souverän.
ÖLV

Erstmals gingen vergangenes Wochenende im türkischen Istanbul ÖLV-Athleten bei Balkan-Meisterschaften der Association of Balkan Athletics Federations (ABAF) an den Start. Für die fünf Männer und drei Frauen ging es gegen Sportler aus 20 weiteren Nationen um Top Platzierungen bzw. sogar Medaillen.

Über 3.000 Meter sorgte der Gerasdorfer Andreas Vojta für das absolute Highlight: Er holte die Goldmedaille. Der Lauf wurde dabei zu einer wahren Machtdemonstration des Weinviertlers. Schon vom ersten Schritt an drückte er dem Rennen seinen Stempel auf und konnte sich nach wenigen Metern vom Feld absetzen.

„Der erste Kilometer war sogar fast zu schnell“

Den ersten Kilometer absolvierte der 30-Jährige in ausgesprochen flotten 2:35 Minuten. Nach weiteren 2:40 hatte der Gerasdorfer bereits eine halbe Runde Vorsprung auf das Feld und baute diesen kontinuierlich aus. Auch die letzten 1.000 Meter konnte Vojta in knapp 2:40 min absolvieren,er kürte sich mit 7:54,75 min souverän zum ersten österreichischen Balkan-Meister.

„Ich hatte mir schon vorgenommen, für mich selbst ein schnelles Rennen zu machen, um eine gute Zeit zu schaffen und auch die Bonuspunkte zu kassieren. Das habe ich gut umsetzen können, der erste Kilometer war sogar fast zu schnell“, meinte Vojta, der dann von ein paar Pro blemen sprach: „Nach der Hälfte des Rennens wurde es im Kopf richtig schwer, das Tempo zu halten, wenn man ganz alleine unterwegs ist. Ich bin aber froh, dass ich da gut dranbleiben konnte, und hab am letzten Kilometer sogar wieder etwas drauflegen können.“

Zudem hat Vojta jetzt wieder neue Hoffnung geschöpft, was die Olympischen Sommerspiele in Tokio angeht: „Für die Olympiaqualifikation sollte das jetzt einen guten Punktewert ergeben, das hatte ich in den letzten Runden immer im Hinterkopf. Ich freue mich sehr über das Resultat, das bestätigt auch die gute Form. Vor einer Woche wäre das noch PB gewesen, jetzt bin ich das alleine gelaufen, das passt sehr gut.“