Vojta als „Oldie“ bei EM dabei

Erstellt am 17. August 2022 | 00:18
Lesezeit: 3 Min
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Das nächste und vielleicht auch letzte Großereignis auf der Bahn: Andreas Vojta will sich bei der EM in München von seiner besten Seite zeigen.
Foto: ÖLV
Bei seinem vielleicht letzten Bahn-Groß- ereignis will Andreas Vojta überraschen.
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Seit Montag und bis Sonntag gehen im Münchner Olympiastadion die 25. European Athletics Championships über die Bühne. Insgesamt werden bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in der bayrischen Hauptstadt 1.540 Athleten aus 48 Nationen an den Start gehen, wenn es genau 50 Mal um Gold, Silber und Bronze geht. Auch 14 Österreicher sind dabei, und der absolute „Oldie“ im Team ist ein Gerasdorfer: Andreas Vojta.

Der Weinviertler ist der „Senior“ im Team, für ihn ist es bereits die sechste EM-Teilnahme. Waren es erst viermal die 1.500 Meter und in Berlin 2018 dann die 5.000 m, so wird der 33-Jährige jetzt erstmals über die 10.000 m bei einem internationalen Großereignis an den Start gehen. Hatte der Gerasdorfer im Frühjahr zwischendurch schon einmal einen ernsthaften Versuch auf der Halbmarathon-Distanz unternommen und auch den Vienna City Marathon eher „zufällig“ als Pacemaker gefinisht, so konzentrierte er sich danach wieder auf die Bahn.

Qualifikation mit neuer persönlicher Bestzeit

Beim 10.000-m-Europacup im Mai gelang dann mit neuer persönlicher Bestzeit die direkte Qualifikation für die EM. In der bayrischen Hauptstadt wird er bei seinem voraussichtlichen letzten Bahnrennen bei einer großen Meisterschaft ohneVorläufe gleich im Finale antreten.

Höhentrainingslager in St. Moritz soll wirken

„Heuer habe ich sehr umfanglastig begonnen und mich vom Halbmarathon zur Bahnsaison runtergearbeitet. Es waren auch nur sehr wenige Wettkämpfe diesmal, aber die sind alle von 5.000 m bis Halbmarathon mit mehreren persönlichen Bestzeiten sehr gut gelaufen“, ließ Vojta die letzten Wochen und Monate Revue passieren. Auch die finale Vorbereitung für München lief wie am Schnürchen; er konnte jetzt dreieinhalb Wochen in St. Moritz sehr gut trainieren, nun wird daheim am Feinschliff gearbeitet.

Und was genau sind Vojtas Ziele in Sachen Platzierung? „Es ist ein sehr kompaktes – und hinter den paar Favoriten sehr ausgeglichenes – Feld in München. Ich erwarte kein unglaublich schnelles Rennen, ich fühle mich in Form für eine 27er-Zeit. Da es im Moment auch hinten raus gut geht, sollte das, wenn ich zu Beginn des Rennens klug und energiesparend laufe, möglich sein. Vielleicht kann ich so auch ein paar Läufer mit besserer persönlicher Bestzeit hinter mir lassen und es in die vordere Hälfte der Ergebnisliste schaffen.“