Stockerauer Rallye-Duo: Die Wüste ruft. Zwei Stockerauer nehmen an der Intercontinental-Rallye teil, dem Nachfolgeevent der berühmt-berüchtigten Rallye Paris-Dakar.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 27. Januar 2015 (07:50)
Bereit für das Abenteuer in der Wüste. Die beiden Stockerauer Enduro-Biker Horst Weiss (links) und Günter Moises (re.) haben sich konditionell in der Gitti-City Stockerau vorbereitet und wurden von Trainer Martin Alber (Mitte) mit speziellen Trainingsmitteln versorgt. Foto: Michael Fischer
NOEN, Michael Fischer
Erstmals nehmen heuer insgesamt 12 österreichische Fahrer als gemeinsames Rallye-Team Austria an der Intercontinental- Rallye 2015 von Almeria nach Dakar teil.

Am Montag fiel der Startschuss im spanischen Almeria, die Zielflagge fällt am 8. Februar in der Hauptstadt Senegals. Mittendrin statt nur dabei: die zwei Stockerauer Horst Weiss und Günter Moises.

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NOEN, Michael Fischer
Die beiden Weinviertler „Wüstenfüchse“ haben bei ihrer Premiere bei dieser Nachfolgerallye der berühmt-berüchtigten Paris-Dakar nur ein Ziel: „Wir wollen unbeschadet über die Ziellinie fahren.“

Die 4.500 km lange Strecke durch eine der unbarmherzigsten Wüsten der Welt in Mauretanien wird für die beiden Yamaha-Fahrer eine der größten Herausforderung ihres Lebens: „Ich will noch einmal meine Grenzen austesten“, so der 55-jährige Firmeninhaber Weiss aus Stockerau.

Keine Angst vor Hitze oder Anschlägen

Ähnlich sieht es der 47-jährige Moises: „Das wird eine einmalige Erfahrung, physisch und psychisch.“ Um auch körperlich dafür gerüstet zu sein, brachten sich die Beiden in den letzten Wochen im Gitti-City-Club in Stockerau in Form. Zudem absolvierte man auf den Motocrossmaschinen ein Sandtraining in Tunesien.

Auch logistisch sprengt dieses Unternehmen alle Grenzen: zwölf Motorräder und 4.300 (Ersatz-)Teile müssen mitgenommen werden, damit genügend Werkzeug, Reifen und Ersatzteile mit dabei sind. „Wir müssen im wahrsten Sinne des Wortes für alle Eventualitäten gerüstet sein“, weiß der 47-jährige Moises.

Wie sieht es eigentlich in Sachen Sicherheitsbedenken aus? „Wegen Unruhen und Fundamentalisten wurde die ursprüngliche Rallye 2007 ja nach Südamerika verlegt. Mittlerweile hat sich die Lage ein wenig beruhigt und ein Veranstalter hat uns über alle Gefahren aufgeklärt“, berichtet Weiss. „Ein Restrisiko bleibt aber immer. Ab und zu sieht man noch immer in der Ferne bewaffnete Posten mit ihren Kalaschnikows. Da winkt man freundlich und fährt ganz schnell weiter“, erzählt er lachend.


Zur Rallye:

Horst Weiss mit Startnummer 210 und Günter Moises mit Startnummer 216 werden sich im von Shell Advance Österreich unterstützten Team gemeinsam mit Heli Frauwallner, Hans Sachs, Stefan Rosner, Euro Motors GF Robert Hirt und Kurt Steinhart samt Sohnemann auf den 4.500 km langen Weg in die Hauptstadt Senegals machen.

Von Almeria geht es nach Marokko, von da aus in die West-Sahara, anschließend nach Mauretanien und zum Abschluss nach Senegal in den berühmten Ort Dakar. Alle Infos zu den 14 Etappen: www.intercontinentalrally.com.