Wieder unter den Top vier. Die Stockerauerinnen setzten sich nach einigen Start- schwierigkeiten in St. Pölten durch und stehen erneut im Semifinale.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 05. Februar 2020 (02:47)
War eine der stärksten Stockerauerinnen in St. Pölten: Sandra Harttraf 13 Mal und war beste UHC-Werferin.
Claus Stumpfer

Eines vorneweg: Der letztendlich deutliche Sieg des UHC Müllner Bau Stockerau und der damit erreichte Aufstieg in das Pokal-Halbfinale sind die positiven Dinge, die es zu dem Match in der Landeshauptstadt zu sagen gibt. „Leider war das Spiel selbst wirklich nicht von einer guten Qualität“, fand Wolfgang Kaindl, der sportliche Leiter, ehrliche Worte.

Zu fehlerhaft und zu oft gebremst durch unerklär liche Eigenfehler machten sich die Weinviertlerinnen immer wieder das Leben selbst schwer. St. Pölten ging in Halbzeit eins sogar mit 6:3 in Führung und schnupperte an der Sensation, ehe sich die Stockerauer Klasse Stück für Stück durchsetzte.

„Eigentlich fehlte dem gesamten Spiel das Tempo, die Leidenschaft und damit verbunden der letzte Einsatz“, kritisierte Kaindl. Dennoch war der Unterschied zwischen den Mannschaften deutlich zu sehen und der Sieg hätte weit höher ausfallen müssen. Kleine positive Lichtblicke gab es dennoch: Die studienbedingte Abwesenheit von Viktoria Mauler konnte Johanne Bruckner gut nutzen, und auch Torfrau Anesa Kalkan brachte eine sehr solide Leistung und vor allem mehr Ruhe in den letzten 15 Minuten.

Kaindl will zwar ob des erneuten Cup-Semifinales nicht zu kritisch sein, er weiß aber angesichts der möglichen Gegner Hypo Niederösterreich, Wiener Neustadt und Atzgersdorf: „Da muss eine Leistungssteigerung her, wenn wir wieder ins Finale einziehen wollen.“