ÖSV-Kader großes Ziel von Neumann. Der Leobendorfer Tobias Neumann (17) absolviert derzeit fast jeden zweiten Tag ein Rennen, um seinen Traum zu erfüllen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 24. Januar 2018 (03:00)
Perfekte Schwungtechnik. Der Leobendorfer Tobias Neumann bewies in den letzten Wochen und Monaten, dass er zu den besten NÖ-Nachwuchsfahrern zählt.
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Das Leobendorfer Top-Talent Tobias Neumann arbeitet hart daran, sich seinen Traum von einer Skikarriere zu erfüllen. Seit Ende November waren es ganze 23 (!) Rennen, die der Schüler des TZW Waidhofen/Ybbs als Mitglied des NÖ Landeskaders in seiner zweiten FIS-Saison absolvierte – das bedeutet fast jeden zweiten (!!) Tag ein Rennen. „Man hört ja immer wieder, wie arm die Weltcupfahrer sind, da der Jänner mit bis zu sieben Rennen sehr intensiv ist. Beim Nachwuchs fragt keiner nach, wie viel eigentlich ge fahren wird. Hut ab!“, findet auch Vater Alexander Neumann.

Auf dem Sprung in den ÖSV-Kader: TobiasNeumann.
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Sein Sohn startete übrigens gut in die Saison, mit einigen Top-20-Platzierungen sammelte er bisher fleißig Punkte. Der bisherige Höhepunkt waren die ungarischen Meisterschaften, die vor Kurzem in St. Lambrecht (Steiermark) ausgetragen wurden. Bei zwei FIS-Riesentorläufen, die in diesem Rahmen stattfanden, gab es gleich zwei Ausrufezeichen des Weinviertlers: Mit Platz zwei und Platz fünf holte er sich auch seinen ersten FIS-Stockerlplatz.

Mit viel Selbstvertrauen ging es dann nach Kirchberg und Söll (Tirol) zu einem RTL und einem Slalom weiter, wo sich auch einige Weltcupfahrer für den Bewerb in Kitzbühel in Form brachten. Dort war allerdings das Wetter der große Spielverderber: Der Riesentorlauf in Kirchberg musste wegen zuviel Schnee und Sturm nach 25 Läufern abgebrochen werden.

„Er war sehr stark besetzt und hier wären wohl nicht so viele Punkte möglich gewesen“, gab Neumann junior ehrlich zu. In Söll gab es dann auch sehr viel Neuschnee. Tobias Neumann konnte unter 120 Startern den 45. Platz belegen. „Vor allem der zweite Durchgang war in Ordnung, da hatte ich auf den besten Fahrer des 2000er-Jahrgangs nur eine halbe Sekunde Rückstand“, strahlte der Leoben dorfer Youngster.

Aktuell steht er auf Platz fünf in der RTL-Rangliste, die vier Fahrer vor ihm haben es schon in den ÖSV-Kader geschafft. „Das ist auch mein erklärtes Ziel“, so der 17-jährige Neumann. „Vielleicht klappt es ja schon diese Saison.“ Weiter geht es am kommenden Wochen ende mit drei Rennen (ein RTL und zwei Super-G) in Pass Thurn, ebenfalls Tirol.