WM: Sand im Getriebe von Korneuburgerin Heigl. Nadja Heigl kämpfte in Belgien mitfehlender Rennpraxis und dem Untergrund.

Von Teresa Bruckner. Erstellt am 03. Februar 2021 (00:16)
Querfeldein am Strand von Ostende: Nadja Heigl.
Maurer/Kempf

Die gebürtige Korneuburgerin Nadja Heigl war am Wochenende in Belgien bei den Weltmeisterschaften im Cyclocross (Querfeldein) am Start.

Auf dem selektiven Kurs im belgischen Ostende, der auch über einen gefluteten Strandabschnitt führte, belegte die 24-Jährige am Ende den 37. Platz. Dabei startete sie zwar nicht schlecht, verpasste aber nach einem Problem mit ihrem Fahrrad gleich zu Beginn den Anschluss an die Gruppe und musste den Großteil des Rennens alleine bestreiten. Daher hatte sie besonders mit dem starken Gegenwind zu kämpfen. Außerdem meinte sie: „Am Sand ist es immer speziell.“ Zwar würde sie gerne mehr auf Sand trainieren, das lässt sich in Österreich aber nur schwer umsetzen. „Es war ein richtig schweres Rennen. Von Beginn an war das Tempo hoch und der Strandabschnitt war echt hart, vor allem, wenn du aus den hinteren Reihen ins Rennen gegangen bist“, berichtete Heigl, die vor drei Jahren in Valkenburg Österreichs historische erste Medaille im Querfeldeinsport gewann.

Auch die aufgrund der Covid-19-Pandemie fehlende Wettkampfpraxis war für Heigl ausschlaggebend: „Mir haben heuer wahrscheinlich auch die Rennen gefehlt. Man kann im Training so viel machen, wie man möchte, aber die reine Rennbelastung, wo man an seine Grenzen geht, kann man so nicht simulieren.“ Da die Weltmeisterschaft für die 24-Jährige das letzte Saisonrennen im Cyclocross war, steht nun eine kurze Pause an, bevor die Vorbereitung auf die Sommersaison startet.

Ihr 27-jähriger Bruder Philipp Heigl war ebenfalls am Start, er belegte bei den Herren Rang 42. „Es war leider recht schnell vorbei“, erklärte Heigl, der in der fünften von acht Runden aus dem Rennen genommen wurde, was auf dem selektiven Kurs dem gewaltigen Tempo der beiden Überflieger Mathieu van der Poel und Wout Van Aert (Anm.: Gold und Silber) geschuldet war. „Es war brutal schwer. Die kalten Temperaturen waren nicht so wild, nur das kalte Wasser in den Schuhen war unangenehm.“