Magdalena Margreiter: Sprung in die Weltklasse. Reiterin Magdalena Margreiter und Wallach Pss Denver vom Reitclub St. Patrick in Hetzmannsdorf holten beim European Youngster Cup in Salzburg den starken zweiten Platz.

Von Dominik Siml. Erstellt am 12. Dezember 2018 (04:00)
impressions/Daniel Kaiser
Abgesprungen. Magdalena Margreiter und Pss Denver waren in Salzburg abolut top. Am Ende gab’s Platz zwei.

33 Nationen, 400 Pferde, 800 Reiter – die 13. Auflage der Amadeus Horse Indoors in Salzburg hatte 2018 mehrere Superlative zu bieten. Rund 70 Helfer brachten im Vorfeld des Turniers circa drei Tonnen Sand in die Salzburgarena, verlegten 5.700 m² Matten sowie 40 km Kabel und bauten 800 Boxen auf.

Von Donnerstag bis Sonntag stand in der Mozartstadt alles im Zeichen des Pferdesports, Reiter aus aller Welt traten in sieben Disziplinen gegeneinander an. Mittendrin statt nur dabei war die Niederösterreicherin Magdalena Margreiter, die im Hetzmannsdorfer Reitclub St. Patrick zu Hause ist. Sie zeigte ihr Können im EY-Cup, dem European Youngster Cup, der Nachwuchsreitern aus aller Welt seit 20 Jahren als Sprungbrett in den „großen“ Sport dient.

Bei den Amadeus Horse Indoors wird traditionell das Weltfinale mit den besten 16 Nachwuchstalenten der Welt ausgetragen. Die 22-Jährige war bei der bedeutendsten Nachwuchsspringsportserie der Welt am Start. „Wenn man zwischen den ganzen Top-Reitern des Vier-Sterne-Turniers herumschwirrt, fühlt man sich gleich auf einer anderen Stufe“, strahlte Margreiter nach dem Turnier.

Die Anforderungen an die Nachwuchsstars im Springsattel sind mit einer internationalen Springprüfung über 1,45 m und zwei Weltranglistenspringen über 1,50 und 1,55 m durchwegs extrem hoch. Margreiter und ihr zehnjähriger Wallach Pss Denver konnten sich souverän in der Weltspitze behaupten, holten Platz fünf in der Quali über 1,50 m am Freitag sowie den hervorragenden zweiten Platz im Weltfinale über 1,55 m am Samstag. Nur der Deutsche Tobias Schwarz war schneller, die beiden waren die Einzigen, die den Parcours im Stechen fehlerfrei absolvierten.

Ob die aufstrebende Springreiterin mit ihrer Leistung zufrieden war? „Absolut“, schoss es aus ihr heraus, „besser hätt’s nicht laufen können.“ Sie versuchte, die Atmosphäre und das Drumherum in Worte zu fassen: „In Salzburg zu reiten ist einfach ein besonderes Gefühl, die Arena mit dem Publikum, das zu 100 Prozent hinter einem steht. Plötzlich stehst du zwischen den Vorbildern, die du ein paar Wochen zuvor bei den Weltreiterspielen noch im Fernsehen gesehen hast.“

Nach dem Springen war sie freilich stolz: „Mit Blick auf die letzten Jahre ist das auf jeden Fall der größte Erfolg. Es war super toll, so viel Lob und Respekt von so vielen guten Reitern zu bekommen. Das bedeutet mir echt viel, weil ich mir sehr viel antue und es ein schönes Gefühl ist, zu wissen, dass man was richtig macht.“