Stockerauerinnen erlebten Höhenflug bei EM

Das österreichische Sportaerobic-Nationalteam mit vier Stockerauerinnen wurde in Italien Sechster bei den Titelkämpfen der Juniorinnen.

Peter Sonnenberg
Peter Sonnenberg Erstellt am 22. September 2021 | 03:14
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Foto: ÖFT/Simone Ferraro

Ein historisch gutes Ergebnis fuhr das österreichische Sportaerobic-Nationalteam bei der Europameisterschaft in Italien ein. Maßgeblich daran beteiligt waren einige Stockerauer Sportler und Betreuer. Aber alles der Reihe nach:

Von Freitag bis Sonntag fand in Pesaro (Hafenstadt an der Adriaküste in der Provinz Marken) die EM 2021 statt. Österreichs Aero-Dance-Team hatte dabei am vergangenen Freitag auf Position sechs das Juniorinnen-Achtelfinale erreicht. In der Entscheidung am Sonntag hielten Viktoria Brandl, Lea Robl (beide aus Oberösterreich), Maria Poigner, Lena Wolf, Florentine Ehrenhöfer, und Corinna Zahn (alle vom FAC Gitti-City Stockerau oder der Gymnastics Academy Stockerau) diese Position trotz eines Fehlers. Es gewann Rumänien vor Russland und Ungarn. Das Spitzenfeld in diesem Bewerb war übrigens nahezu identisch mit jenem bei der Weltmeisterschaft im Mai in Baku.

Deutschland hatte diesmal Nase vorne

Damals landete Österreich in gleicher Besetzung auf Platz vier und Russland gewann vor Rumänien und Ungarn. Nun, im EM-Finale, ließen die Österreicherinnen wie bei der WM Portugal und die Ukraine hinter sich. Finnland und Deutschland erwiesen sich diesmal allerdings als besser.

ÖFT-Sportaerobic- Bundesreferentin Brigitte Scheidl, gleichzeitig Chefin der Stockerauer Gitti-City, zog durchaus zufrieden Bilanz: „Wir mussten einen Übertritt-Penalty verkraften. Die Medaillen waren für uns außer Reichweite, dahinter ging es um jedes Zehntel. Aber die Mädels haben sich unglaublich stark präsentiert und es ist schon seit Jahren nicht mehr so gewesen, dass ein Team aus Österreichs im Finale war.“ Neben Scheidl war noch die Stockerauer Trainerin Saskia Sommer-Lolei vor Ort.

In den EM-Einzelbewerben blieben die Österreicherinnen allerdings deutlich hinter den Spitzenplätzen. In der Elite klasse warf ein Sturz die heimische Vizestaatsmeisterin Paula Moser aus Tirol vom möglich gewesenen guten Mittelfeld weit zurück. Bei den Juniorinnen erledigten Robl und Ehrenhöfer ihre EM-Küren im Rahmen ihrer Leistungserwartungen. Dies bedeutete für die amtierende Elite- Staatsmeisterin Robl, die bei der EM noch im Nachwuchs startberechtigt war, den 21. Rang. Ehrenhöfer schloss das Feld auf Position 39 ab. Für Scheidl in Ordnung: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Neue Chancen dank neuer Richtlinien?

In Sachen internationaler Wettkämpfe ist es das für die Nationalteammitglieder aus Stockerau für heuer gewesen, auch weil, wie nach jeder olympischen Periode, die Richtlinien in der Sportaerobic jetzt neu überarbeitet werden. Ein Vor- oder Nachteil? Scheidl meint dazu: „Ich denke, das könnte positive Auswirkungen haben und uns neue Chancen bieten. Also ich bin da guter Dinge.“