Korneuburger Handballer spielen weiter. In der Spusu Challenge wird Saison dank Spitzensportregelung fortgesetzt.

Von Peter Sonnenberg und Teresa Bruckner. Erstellt am 18. November 2020 (00:17)
Findet es auch wichtig, dass es weitergeht: Korneuburgs „Seki“ Matthias Keusch.
privat

Letzte Woche fand eine Videokonferenz aller Vereine der zweithöchsten Spielklasse statt – unter ihnen auch die Union Korneuburg –, wobei man sich geschlossen dafür aussprach, sich der Spitzensportregelung zu unterwerfen.

„Für uns ist das ein wichtiges Signal, bei allen Vor- und Nachteilen ist es wichtig, dass wir zeigen, dass wir noch da sind“, erklärt Korneuburgs Sektionsleiter Matthias Keusch. Jetzt fehlt nur mehr das grüne Licht vom zuständigen Ministerium, was allerdings nur mehr Formsache sein sollte, weil die 2. Basketball-Bundesliga bereits das Okay bekommen hat und es wohl kein Argument gibt, weshalb die Handballer jetzt nicht nachziehen dürfen.

Jedoch wurde beschlossen, zunächst einmal mit dem Training zu starten und erst zwei Wochen später mit der Meisterschaft. Keusch erklärt warum: „Weil sonst die Verletzungsgefahr zu hoch wäre, wenn wir einen Kaltstart machen.“

Im Klartext heißt das, dass zunächst frühestens Ende November der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden soll und Anfang Dezember die Meisterschaft. Im Idealfall könnten dann bis Weihnachten noch zwei Runden gespielt werden – so zumindest der Plan laut Keusch.

WHA

Seit Mitte der Vorwoche können die Mädels des UHC Müllner Bau Stockerau nach den diversen Coronafällen innerhalb der Mannschaft wieder trainieren. Das Heimspiel am Samstag gegen Dornbirn wurde aber schon frühzeitig abgesagt.

„Das wäre nicht sinnvoll gewesen, weil es gesundheitlich nicht zu verantworten gewesen wäre“, erklärt Wolfgang Kaindl, der sportliche Leiter der Stockerauerinnen, gab es doch sportmedizinische Untersuchungen, ob die Krankheit nicht zu viele Spuren hinterlassen hat. „Und dabei hat eine Spielerin beispielsweise noch ein Trainingsverbot auferlegt bekommen, weil sie sich noch total schlapp gefühlt hat“, wollte Kaindl auf gar keinen Fall ein Risiko eingehen. Dafür wurde Ende der Vorwoche die Mannschaft wieder einmal durchgetestet, diesmal waren alle anwesenden Spielerinnen negativ. Somit steht dem Auswärtsspiel gegen Perchtoldsdorf kommenden Samstag nichts mehr im Wege.

Bundesliga Frauen

Die Korneuburgerinnen arbeiten im Moment daran, Defizite auszugleichen. Das soll seit der letzten Woche mithilfe individueller Trainingspläne und Online-Trainings gelingen. „Der Vorteil ist, dass wir schon Erfahrung mit dieser Situation haben. Deswegen funktionieren die Trainings eigentlich wirklich gut“, freut sich Trainer Peter Schildhammer.

Somit kann die Mannschaft die Zeit, bis Mannschaftstrainings wieder erlaubt sind, gut nutzen und individuell an den Schwächen arbeiten. „Also hat dieser Lockdown auch etwas Positives für uns“, so Schildhammer.