Stani Fraczyk macht Sammlung komplett. Tischtennis / Mit der Goldmedaille bei der Senioren-WM in Neuseeland vervollständigt der Stockerauer seine Erfolgsgeschichte.

Von Melanie Kaller. Erstellt am 27. Mai 2014 (08:45)
NOEN, Kaller
So glänzt WM-Gold. Stani Fraczyk holte sich bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Neuseeland den Sieg im Einzel und Silber im Doppel mit Reinhard Sorger. Foto: Kaller
„Der WM-Titel bei den Senioren hat mir noch gefehlt. Jetzt gehen mir langsam die Ziele aus“, sagt Stockeraus Tischtennis-Ass Stani Fraczyk scherzhaft im NÖN-Gespräch. Wenige Stunden zuvor saß Fraczyk im Flieger, noch mit Jetlag von einer regelrechten Odyssee: „Insgesamt sind wir 55 Stunden geflogen“, erzählt der Stockerauer.

Im Einzel keinen Satz abgegeben

Bereits bei der Anreise verbrachte Fraczyk mit seinen österreichischen Kollegen zwei Tage in Singapur (sechs Stunden Zeitunterschied), bevor es nach Auckland in Neuseeland (weitere vier Stunden Zeitunterschied) ging. Beim Turnier lief es für Altmeister Fraczyk dann ganz nach Wunsch.

„Dabei hatten einige unbekannte chinesische Spieler genannt, von denen alle anderen Spieler sehr geschwärmt haben“, berichtet Fraczyk. Doch der Stockerauer musste im Einzelbewerb keinen einzigen Satz abgeben, im Finale gewann er gegen den Esten Rein Lindmae souverän mit 3:0.

Spiegelverkehrtes Ergebnis zu 2012

Im Doppel holte er sich gemeinsam mit Partner Reinhard Sorger den zweiten Platz, das Duo musste sich erst im Finale gegen Xinzhi Wang/Li Yuxiang (Chn/USA) geschlagen geben. „Das Ergebnis ist genau spiegelverkehrt zur WM 2012 in Stockholm, da haben wir im Doppel gewonnen und ich konnte im Einzel Silber holen“, so Fraczyk stolz. Ding Yi gewann Silber im Doppel.

Nach dem Turnier hängte Fraczyk noch ein paar Tage Kurzurlaub auf den Fidschi-Inseln an. „Das war schon sehr beeindruckend. So eine Reise macht man nicht alle Tage“, meinte er. Als nächstes internationales Ziel hat sich der Stockerauer nun noch die Teilnahme an den Paralympics in Rio 2016 gesetzt, denn: „Wenn ich nach Rio komme, dann hat mich der Tischtennisschläger auf alle Kontinente gebracht.“