Volltreffer für Nina Reinsperger: EM-Bronze!

Poomsae-Ass Nina Reinsperger aus Ernstbrunn wurde bei der Poomsae-Europameisterschaft in Portugal Dritte.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:53
Lesezeit: 2 Min
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Hoch das Bein! Nina Reinsperger zeigte den Wertungsrichtern ihr ganzes Können und wurde dementsprechend gut bewertet. Das reichte für Bronze.
Foto: privat

Riesenjubel in Ernstbrunn, genauer gesagt in Maisbirbaum: Nina Reinsperger kehrte von der Poomsae-Europameisterschaft in Portugal sensationell mit der Bronze medaille heim. „Das kam alles sehr überraschend, weil in meiner Klasse sehr viel gute Leute am Start waren“, strahlte die 22-Jährige im NÖN-Gespräch.

Allerdings hatte die Weinviertlerin auch das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite, da sie im K.o.-System eine für sie günstige Auslosung erwischte. Reinspergers Bewerb in der Klasse „Female under 30“ fand bereits an Tag eins der auf drei Tage anberaumten EM in Seixal statt.

Endstation erst gegen eine starke Türkin

In Runde eins traf die Ernstbrunnerin auf die Slowenin Zala Rozina, sie ließ ihrer Gegnerin keine Chance und gewann das Duell mit 7,02 zu 6,25 Punkten. Die Französin Amelie Leang war die die nächste Gegnerin; auch hier setzte sich Reinsperger mit sauberen und kraftvollen Techniken eindrucksvoll durch und gewann mit 7,03 zu 6,67 Punkten.

Im Semifinale wartete schließlich die starke Türkin Elif Aybuke Ylma. Trotz solider Leistung gab es eine Niederlage mit 7,03 zu 7,48 Punkten. Zwar war das Turnier damit zu Ende, dennoch bedeutete dies auch die Bronzemedaille. „Das ist bestimmt einer meiner größten Erfolge, auch weil ich nicht genau wusste, wo ich stehe“, so Reinsperger. „Jetzt weiß ich, dass ich international nicht den Anschluss verloren habe. Und das Gefühl am Podium war einfach nur geil, da will ich mehr davon (lacht).“

Es sollte nicht ihr einziger Auftritt bei diesen europäischen Titelkämpfen bleiben, denn Reinsperger startete am dritten und letzten Tag noch mit Savo Kovacevic in der Klasse „Pair under 30“. Dort lief es aber nicht ganz so gut: Nach kleinen Unsicherheiten gab es Platz 14 im Semifinale, womit die Finalteilnahme klar verfehlt wurde.

Großes Ziel für 2022: die WM in Korea

Ihr Fokus liegt aber schon auf dme kommenden Jahr. Dieses soll mit den German Open beginnen, ehe ein Top-Turnier in Kroatien folgt. Dann wartet im April schon der absolute Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaft in Korea. „Da will ich unbedingt hin“, stellt Reinsperger klar. Einzig Corona könnte Spielverderber sein, wenn das Großereignis deshalb abgesagt wird ...